Es kann vorkommen, dass du aus „Minifakten“ dich in Position setzt, die du so nicht hattest; es ist das Erträumte – das, was möglich gewesen wäre. Angesichts, was wurde, ist das dann ein ganz dünnes Hemd .. ohne Körper, ohne Erfahrungsfleisch. Da du dich gleich verstrickst, gerät es – mitgeteilt – zur Belastung, zu erheblichem inneren Mehraufwand (da du zugleich extrem gewissenhaft); es blockiert das Herz, die freie Emotion.

 

Es besteht dann eine Tendenz, dass du deinen Wert von der Position – dem, was du sagtest – abhängig machst, dies verbreitete Billig-Phänomen, nicht von der freien Emotion im Kontakt, dem So-Sein.

 

Das ist ggf. – es geschieht glücklicherweise immer seltener – die immer gleiche Gedanken-Figur: Du schwingst dich zu etwas herauf, was nicht war. Es sind auch die Vater- und Gesellschaftserwartungen. Es ist jeweils ein Rückschritt.

 

Es geht – im Kontakt – aber wesentlich ums Fühlen. Um offenen schönen Innenraum, der erst einmal zu geben ist, möglichst konflikt- und gedankenfrei. Es geht darum, erst zu fühlen und dann zu denken, wenn etwas erlebt werden will.

 

Du warst ... was warst du? In all den Jahren, nach diesen Wunden, öffentlich „nichts“.

 

Ein Kopfinhalt, der keinen Austausch findet (es kann auch der Austausch mit einem Werk sein), macht müde.

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