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Marcel sagte: »Ich wollte wohl immer etwas werden, einst.

Obwohl ich so viel Sein in mir spürte.

Das heißt, ich kommunizierte mich viel zu wenig, wie ich wirklich war.

In tiefsten Regionen.

Und kommunizierte doch auch so viel von dem, wie ich wirklich war, so viel.

Aber ich machte dann etwas, was mit meinem Innern nichts zu tun hatte.

Weil ich dachte . . ., in dieser Weise zu lügen ist normal.

Und: Wie es auch kam . . ., irgendwann

war vieles so, dass ich es versteckte.«

 

»Ja, Gegenwartsversäumnisse«, sagte er, »was sonst?«

 

Und nach einer Pause: »Schlechtes Leben, das hinterherkartete und nicht mehr ging.«

 

»Wirtschaftsgeist«, sagte er auf einmal.

 

Als er mit ihr sprach im Wissen, dass sie dies von ihm weiß.

Unsicherer als ein Kleinkind, er.

 

Inneres Fliehen. Schwerkraftverlust. Erdungsverlust.

Zu leicht bewogen im Vordergrund. Zu schwer im Hintergrund.

Der Selbst-Beobachter saß messerscharf in der Mitte.

Keinesfalls: die volle Kraft.

Wenn stetig etwas im Hintergrund zu rumoren droht, was nicht dasein darf. Letzteres hatte ich bei ihm gelesen.

 

»Ja«, sagte er auf einmal.

»Daher Toben, Zerschlagen, Wüten.«

 

»Gut, dass es hinter mir liegt.«

 

»Die Wunde gab allen Phänomenen Überkontur. Die Wahrnehmung manchmal so schief wie ein Blut-triefendes Hexenhäuschen.

Frag mich nicht, woher ich solche Vergleiche nehme.«

 

»Jetzt ist es gut«, sagte er, »oder anders. Ich bin nun eingestellt. Nicht durch Tabletten, nicht durch einen Klinikaufenthalt – so etwas ist für mich nichts –, sondern durch Wege, die ich selbstbestimmt ging, so weit ich dazu fähig war.«

»Wofür, eingestellt?«

»Für den Rest, hier.«