Ahosi-Kamma = «Handlung aus der Vergangenheit, die keinerlei Auswirkung (mehr) auf das Kamma hat.«

 

alles

hat Folgen

zugleich

nun folgenlos

 

 

 

 

Erinnerung daran, wie Regen immer heftiger auf Blätter-Massen fiel.

 

 

Aber man ist nie der, der man ist,

trotz aller Arbeit kommt ein anderer vorbei

als der, den man erwartet hat.

-

Michael Krüger

 

 

Kinder, sagte sie, die in einer solch positiven Energie groß wurden, in solcher Bezogenheit An-Sprechen lernten.

 

 

 

 

Der Schmerz hatte keine Grenze.

Hätte er eine gehabt, wäre gewisse Bewältigung

möglich gewesen.

Aber wie umgehen mit etwas, das bis heute jede Grenze überschreitet.

Es gibt ja Bereiche, in denen das vorübergehend gut sein kann, *jede Grenze zu überschreiten*; aber nicht vom Schmerz.

 

 

 

 

Erinnerung daran, auf etwas – Lebensveränderndes – gewartet zu haben. Was für eine «Ewigkeit« dieses Warten war.

 

 

sich beiderseitig in der Tiefe verletzt. Da, wo Liebesgefühl war. Und ist. Wo verbindlichste Sorgsamkeit erwartet werden muss.

 

 

Das Den-andern-nicht-mehr-an-sich-Ranlassen(-Können).

 

 

 

 

In der Wassertiefe. Nach sehr unbefriedigendem Kontakt. Identität der Erscheinungen. Dadurch überfremdet? Oder gerade dadurch näher noch realisiert?

Beides.

 

 

In 30 Jahren dort nicht gelungen, sagte er, Stabilität und Sicherheit zu vermitteln für Identitätswiedererkennung.

 

 

rasend verwüstende Energie statt

sich friedlich und bewegend in Augen einfädeln können.

 

 

Kontakt wurde aufgenommen zu denen, die bei mir waren, sagte sie, ich wurde weder angesehen noch angesprochen.

 

 

Bezogen Sicherheit daraus; sie bezog daraus

weiter sich auswachsende Unsicherheit.

 

 

Einzige Heimat: PC, Schreiben.

 

 

 

 

Naturverwildert vom See.

 

 

Nach so langer Zeit, und was lag alles dazwischen; als käme er unerwartet, der vertraute Elternwohnungsgeruch.

 

 

Sphäre des Angenommenseins. Insel des Schutzes.

 

 

lebte auf Erwartungen hin

mit denen er      

keine Chance hatte auf Annahme.

 

 

 

 

Wo keine Annahme möglich ist

lege auch keine Energie hinein.

 

 

Kollision, psychischer Matsch ohne Wort.

Identitäten im Wohn-Raum.

 

 

dabei wäre höchst Anregendes zwischen beiden – wunderbaren Menschenkindern – möglich gewesen

 

 

 

 

Sogar während des Genusses ist das Leiden vorhanden, weil kein Genuss von Dauer ist.

-

Ayya Khema

-

Falsche Schlussfolgerung ab «weil«: Genuss kann ausgekostet werden ohne Anspruch auf Dauer.

Sinnlichkeitsfeindlichkeit des uralten Buddhismus.

 

 

Was richtig ist für mich, sagte er, Erwartung und Atem möglichst gar nicht mehr auf soziale Kohärenzen zu richten. Sie verstören mich nur, zumal ich sie ohnehin nicht zufriedenstellend miterzeugen kann. Habe ihnen möglichst aus dem Weg zu gehen, weil sie haben die Macht, mich unheilvoll zu verwandeln. Wertvolle Ergebnisse beiseitezudrängen.

 

 

 

 

Sie – die Leiterin – ist wirklich positiv-besonnen, und zwar zu allen.

Ich möchte aber nicht mehr, sagte er, «irgendetwas« stimmt für mich nicht.

Ihre Ausrichtung auf Kohärenz; ihre narzisstische Produktion; die Bevorteilungen.

Ich möchte mich nicht mehr jemand zuwenden, der vor allem seine Rolle und seinen umfangreichen Auftrag durchführt. Sei er auch noch so menschlich inspiriert und authentisch.

 

 

 

 

Ich denke oft abstrakt, sagte sie, es geht zwar von Menschen und sozialen Prozessen aus, sicher, aber das Erkannte ist selbstständig.

 

 

über Einzelnes zusammen liebevoll sprechen.

 

 

wirkten sehr balsamisch     deine worte

 

 

 

 

Menschen sind immer gut beraten, wenn sie «sich selbst retten«, alles andre geht schief beziehungsweise funktioniert einfach nicht. Und wenn jemand auf diesem Weg ist, kann er auch einem andern genügend geben. –

 

 

Ich würde heute so weit gehn zu sagen: Erst wer das in seiner Tragweite verstanden hat, ist «langfristig beziehungsfähig«, vorher nicht. –

 

 

Auch Frauen und die sehr heterogenen feministischen Bewegungen, sagte sie, kommen nicht umhin, sich so weit zu klären, dass Doppelbödigkeiten und Tücken möglichst weit heruntergefahren werden - - - es geht wohl um das Dritte, um das, was in einem «spirituellen Sinn« aus Frau und Mann entsteht.

 

 

 

 

Überall auf der Welt, sagte sie, stand ich in Begegnung mit einer sich öffnenden Wunde.

 

 

in seine Energie kommen, ohne noch reaktiv zu sein

 

 

 

 

Aus einer ungeheuer verklebten wie toten Masse nach dieser kurzen Begegnung, sagte sie, regten sich, als sei es unabsehbar gewesen, dann erste Empfindungen.

 

 

gerade feinstoffliche Energien

wurden [wie] mit Gift vermischt.

 

 

 

 

ja es funktioniert, sagte sie, auf ganz anderes gerichtet zu sein. Darin liegt im Übrigen auch die Lösung.

 

 

Dehne dich endlos, du strahlende Bläue,

Blühet und leuchtet, ihr Rosen am Hag!

 

Flutet, ihr Lüfte, ihr zitternden, heißen,

Führet die süßesten Düfte mir zu –

-

(Ferdinand von Saar, Sommerlied)

 

 

wie in der Kindheit Waldstellen nach langem Regen empfunden wurden. Als steckte in ihnen ein existenzielles Geheimnis.

 

 

 

 

Sah in die Augen der jungen Angestellten, sagte sie, und wusste wieder was begnadete Augenkohärenz ist.

 

 

Körpergedächtnis erinnerte sich. Einander nah, sah ganz tief und langsam zu dir herauf.

 

 

 

 

wie weit wird sie ihre Verehrung noch treiben?

 

 

Momente der Steifheit, die keine Attraktivität mehr enthielten und in denen er nichts mehr konnte.

 

 

 

 

Sommerparty – es war vor allem ein lockender „Begriff“: viele da, Leichtigkeit angesagt, aber fühlte weder Berührtsein noch Tiefe.

 

 

Restkraft, sagte sie, hab nicht mehr viel davon.

Wohlbedacht will sein, was ich noch mache.

 

 

Unser Körper kann nicht einmal leben, wenn wir ihn nicht ständig mit Nahrung versorgen, reinigen, stärken und reparieren. Alle Arten von Reparaturen werden notwendig: Brillen, Zähne, Hörhilfen, Vitamine, Hustensaft, Shampoos, Puder und Lotionen. Millionen werden allein dafür ausgegeben, diesen Körper am Funktionieren zu halten.

[…]

Und wenn wir diese Mühen nicht aufrechterhalten, wird der Körper einfach verfallen.

[…]

Das scheint das größte Leiden zu sein – das ganze Leben auf diese Weise zu verbringen.

[…]

Auch der Geist leidet, das haben wir schon bemerkt: Er gehorcht nicht. Er macht nur das, was er will, anstatt dort zu bleiben, wo wir wollen. Er fährt fort damit, über Dinge nachzudenken, die uns unglücklich machen.

-

Ayya Khema

 

 

Erinnerung daran, einen alten Fisch tot am Strand gefunden zu haben. So vergrobt vom Leben und den Gewässern.

 

 

 

 

wie Sonne auf heiße Mauer brannte

 

 

Träumen und heißen Erntefesten ergeben

-

Hermann Hesse

 

 

Blieb vor dir stehn. Gesicht sonderbar geweitet. Erschreckt, *wie gewurzelt*, und erstaunt, was aus dir geworden. Erschreckt, weil du seinerzeit nicht gut behandelt wurdest, und sich jetzt alles so anders darstellt. 40 Jahr her.

 

 

 

 

Erinnerung an die Hände meiner Großmutter. Wie viel Geschick und Fühl, sie hatte etwas Zähes, wie gebrechlich es sich anfühlte im Inneren ihrer Hand.

 

 

nach Jahrzehnten stumpfsinniger Gebundenheit […] ergreift ihn jetzt zum erstenmal wirklich die zerbrechliche Freude am phantastischen Abenteuer der Freiheit.

-

Imre Kertész

 

 

Erinnerung an Schneelandschaft, die zugleich so leer erschien, als sei Natur aufgeräumt worden.

 

 

 

 

Erinnerung daran, als ich als Kind neugierig, was sich am Ende der Straße befinde.

 

 

Dieses Gesicht ist schön, sagte sie, weil ich spüre, dass im Innern auf jede Glättung verzichtet wird.

 

 

 

 

Der Geist fliegt von einem Gedanken zum anderen. Der Denkprozess als solcher bedeutet Leiden. Sogar hilfreiche und heilsame Gedanken verfügen über eine innewohnende Unruhe. Wenn irgendeine Art des Denkens existiert, gibt es keine Ruhe.

-

Ayya Khema

 

 

Drei unserer Begierden rufen alle weiteren hervor. Diese drei Begierden sind: Die Begierde zu existieren, die Begierde der Selbstauslöschung und die Begierde nach Sinnesbefriedigung. Mit diesen drei Begierden behaftet, sind wir dem Leiden unterworfen, weil alle drei nicht erfüllt werden können. Wir können niemals gewinnen. Wir kämpfen einen aussichtslosen Kampf […]

-

Ayya Khema

Es geht nicht um «gewinnen«. Alle drei Begierden (bereits zu einschlägig formuliert) sind nicht abzuschaffen, sondern graduell zu verwirklichen. Dass dabei – auch – Leiden entsteht, ist oft nicht so schlimm –

 

 

die junge Frau, das auffällige Kreuz trägt sie wohl als Deko. –

 

 

all die vermeintlich eindeutigen Abwertungen, sagte sie, sah ich plötzlich tausende Meter unterhalb des Meeresspiegels. Eindeutige Mechanik, mehr oder weniger. All das weichte auf.

 

 

 

 

Gegenstände in unmittelbarer Nachbarschaft in Wohnung. Einer kippt, schmeißt den liebsten zu Boden, beschädigt ihn. Es wird aus Wut nun einiges geschmissen, weil eine blödsinnige Naturmechanik das so will, sofern sich nicht gegen seine Nerven beherrscht wird. Nur dieser «Sturm« schaffte neue Ordnung, Freiräume  - -

 

 

Wie inhuman ich doch bin, sagte sie, in meiner Humanität.

 

 

Der dritte Wunsch strebt nach  Selbstauslöschung, ist also genau das Gegenteil des Bedürfnisses nach Existenz. Er tritt dann auf, wenn die Dinge zu schwierig werden.

-

Ayya Khema

 

 

 

 

und für Mutter ist all das kein Problem . . . da existiere ich in einem seligen Menschlichkeitsraum

 

 

Es war auch nachts immer etwas Licht von draußen im Kinderzimmer. Erinnerung daran, in absoluter Dunkelheit und Stille in einem fremden Zimmer wachgelegen zu haben.

 

 

am Morgen: energetisch auf den andern bezogen. zugleich umfängliche Eigenwelt schon als Kind.

 

 

 

 

fühlt sich schnell mitverantwortlich, oft «zu schnell«

 

 

ausgeprägte Unzufriedenheit: Killer von Gegenwart.

 

 

verwandelt dich von einem zufriedenen Menschen in einen aufgeregt-unzufriedenen. wenn du nicht aufpasst.

 

 

«stabil bleiben« – bedeutet, den andern so aufzunehmen, dass

Freiraum in sich gewahrt bleibt.

 

 

 

 

zwei so komplexe Menschen.

brauchen beide    so viel Raum.

mit 50 noch mehr als mit 30.

 

 

bei all dem heraus kam: kognitive Überstrapazierung.

«nicht gelebt zu haben«

 

 

Ankunft: Leere des Raumes ausgespürt

Verzicht auf «verbale Reproduktion«.

 

 

 

 

«kuscheln, küssen, schmusen«, sagte sie, Energie, die dadurch

hervorgebracht wird

 

 

wie durch eine Pumpe, poetischer: Quell von innen, der überströmte.

 

 

Schutz-Energie.

 

 

Philomele. Namen-Klang, was er für eine Identität macht!

 

 

Sein Herzblut still verströmend, seine Rosen.

-

Nikolaus Lenau

 

 

 

 

wenn einer «zu viel« Klein-Klein-Scheiß bei jemand ablädt.

 

 

Zum Übel gehörten Anteile der Wertschätzung den Tätern gegenüber. Als ich jeden Einzelnen, sagte sie, als «Idioten« bezeichnete für seine Tat – gerechtfertigt, wurde es besser. Hatte Souveränität wiederhergestellt, wie sie genommen wurde.

 

 

Ich weiß nun was los ist mit den Frauen, sagte er. Bei ganzer individueller Ausprägung sind sie doch nahezu einheitlich konditioniert.

 

 

 

 

ging durch die Stadt, sagte sie, und schwitzte extrem schlechte Bewertungsdusche aus.

 

 

was kann sich erheben in solch zerschlagenem Zustand.

das Geschlechtsteil?

 

 

es ist meine Kraft und freie Endzeit, für die ich mich befreit habe. und ich brauch nicht anzudeuten, was das gekostet hat. hab mit solcher Berufssauce nichts zu tun. Leben auf sein Spannungsvollstes reduziert.

 

 

 

 

Am Morgen sich winden, Magenschmerzen (was wird dem Magen auch zugemutet), und nochmals realisieren, dass in jedem Moment etwas gebraucht wird: Luft. Selbst jeder einzelne Atemzug fällt schwer.

 

 

Bestätigungsschock: an Lungenkrebs verstorben, mit 52, eine Betonung lag auf gesundem Leben.

 

 

aufgehört, dem andern etwas zu erklären, sagte sie, er weiß es eh schon oder berücksichtigt es eh nicht. Macht es nach seinem System.

 

 

Zur Familiengründung gehört, sagte er, immer das Portemonnaie aufhalten zu können. Aber sicher verwechsle ich da etwas.

 

 

 

 

Wie er sein Leben ordnet. Wenn das jetzt noch klappe, habe er es geschafft.

 

 

Habe gar nicht die Fähigkeit, sagte sie, so etwas auszuwählen.

 

 

plötzlich fragte ich mich, was ist das eigentlich für eine Stimme.

 

 

Oder:

 

 

Was arbeiten diese Idioten eigentlich, dass sie sich Porsche leisten können, den sie derart störend aufdrehen.

 

 

 

 

Biss in Käsebrot, morgens, sagte er, und alles daran war mir derart fremd.

 

 

jener arbeitet schwer den Tag. jener aber hat weit mehr Kraft und Muskeln. weil er es geschickter aufbaut, sein Leben. im Spannungsfeld zwischen Motivation und passenden Aktivitäten.

 

 

Nach jenen Ereignissen, sagte sie, jede Nacht legte ich mich in den Tod, in ein Absolutes. So vergingen nun Jahre, Jahrzehnte. Und die Frage ist, inwieweit es möglich war, mich davon zu erholen.

 

 

 

 

Der Holländer am Käsestand, sagte sie, immer noch die gleichen Witzchen, *verdient sich dumm und dämlich*, ist ja auch immer da. Mit welcher *Kleinheit* man zu Reichtum kommt, man benötigt sie geradezu.

 

 

Die variablen Körperformen, zumal die erregenden und erregbaren, sagte er, sind immer neu interessant.

 

 

Meine Wunde also, sagte sie.

Menschen in Fußgängerzone vertiefen sich schon mal in sie und können nichts davon fassen.

 

 

 

 

unsre Begierden, sagte er, können sie etwa gestillt werden?

 

 

Erinnerung daran, dass ich, wie sich sagen ließe, in der falschen Richtung suchte.

 

 

sind Notate aus der Not (das Wort «Not« schon im «Notat«), auch wenn nicht jedes so erscheint.

 

 

 

 

Erinnerung an Feld im Herbst, daran, wie scharf der Wind das Korn zur Seite schnitt.

 

 

Erinnerung an die Täter, als würde erst jetzt gültig festgestellt, wie wenig Kontur sie in ihrer Stimme hatten. Jeder auf seine Weise. Wie vermanscht und würdelos schon ihr Stimmton.

 

 

So überrascht von Art und Intensität, sagte er, als ich das erste Mal Heu roch.

 

 

Sie geht und weckt den Müllerburschen,

Der kaum den schweren Augen traut:

«Nun küsse mich, verliebter Junge;

Doch sauber, sauber! nicht zu laut.«

-

Theodor Storm

 

 

 

 

Konnte mit niemand seither auf gemeinsamen Grund kommen, sagte er, so, dass ich mich mit demjenigen oder derjenigen hätte verheiraten können.

 

 

ob man es Symptome nennt oder besser anders. Ein definitiver Punkt tatsächlich, ob derjenige daran leidet oder nicht. Wie befreiend der «Behinderte« («Besondere«), der in seiner ganzen Eingeschränktheit pure Freude empfand    .    .    .    .    .

 

 

Erinnerung an bitteren Geschmack von Erdbeeren, die in der Nacht überdeutlich langsam ausgekostet wurden.

 

 

 

 

verstand keine Witze. Lachte nicht aus dem Herzen, die ganze Person lachte nicht.

 

 

das wunderbare Kind, das ab und an durchschien in ehemaliger Freundin.

 

 

Erinnerung daran, sagte sie, jemand überakzentuiert ins Vertrauen gezogen zu haben, nachdem Kontakt nicht recht klappte – weder das eine noch das andre hatte etwas Wohltuendes. Falsche Kompensationen dafür, nicht durchgängig klar und gegenwärtig gewesen zu sein.

 

 

Gesichter, sagte sie, in denen das Furchtbare im Grunde immer weiter auswuchs.

 

 

 

 

Art und Menge deiner Momente an einem Sonntagmorgen, 200 km entfernt, was spüre ich davon?

 

 

mit der Trennung, der «Trennlinie« – als läge alles, was davor lag, also unsre Beziehung, ein wenig im Unwirklichen    nicht ganz unähnlich einem Gegenblendlicht –

 

 

viel in organischer Natur basiert auf Angstmachen. Oder warum schwirren und summen Wespen so komisch rum – um zu bedrohen, um in Ruh gelassen zu werden.

 

 

 

 

Erinnerung daran, wie kühl es plötzlich im Sommer

in einem unabsehbaren Tunnel war.

 

 

junge gefallne Blüten    vom Juliwind aufgenommen

 

 

Erinnerung daran, auf frisch aufgetragenem pechschwarzem Straßenteer das Knie aufgeschlagen und blutende Wunde davongetragen zu haben.

 

 

Erinnerung daran, mehr Erwiderung gegeben zu haben als es guttat.

 

 

 

 

Erinnerung an überraschende Wahrnehmung, als die eigene Spucke erotisierend roch

 

 

innere Dialoge mit Menschen? wie erleichternd es doch ist, die allermeisten eingestellt zu haben.

 

 

nicht selten Verzicht nun auf einschränkende Differenzierungen.

 

 

meistens komm ich etwas fremd an. schon deswegen, weil meine Tätigkeit fremdartig ist - - tief greifende Besonnenheit, erst allmählich kommunikativ.

 

 

 

 

Dem Herzen kannst du nicht befehlen.

(Russisches Sprichwort)

 

 

Vaters Blick vom Balkon, als sei es der letzte, der mich noch einmal

ganz     sieht.

 

 

 

 

In der Art wie ich damals Musik hörte, und in der Auswahl, erkannte ich wieder, wie es mir wirklich ging.

 

 

Die «Phase« der Ernüchterung über den Partner.

 

 

er produzierte sich zu leicht, sagte sie, nicht spürbar ruhig und tief genug, weil etwas in ihm zu schwer war; weil er Furcht hatte, damit unerreichbar zu sein.

 

 

 

 

wie schnell doch verächtlichkeit gespiegelt ist, sagte sie. offenbar ein urreflex

 

 

woher kam deine Kraft? doch wesentlich aus all dem, was Menschen an Ressourcen in dich hineinlegten. und der Rest?

 

 

Die Blüten, die der Wind verweht hat, kehren nicht mehr an den Zweig zurück.

-

Abt Muho

 

 

Wann begann denn das, dass du derart auf den Wortlaut achtetest.

 

 

berührt von so viel Liebevollem, es ist doch das, was wir haben –

 

 

 

 

weil ich einmal nicht «Guten Morgen« sagte

es kam mir für meinen Zustand zu oberflächlich rüber

seitdem grüßt die junge, so offen gewesene Angestellte nicht mehr

ich verstehe ihr Herz

ich war auch so

 

 

plötzlich hatte ich Mittel. spukte es nicht mehr herum.

 

 

im Café in solcher Nähe

spitz-aufgewühlte Stimme junger Frau. Vordergründig ging es um Kleinigkeiten, aber es musste ihr wirklich etwas getan worden sein.

Noch im Stadium des Zu-seinem-Recht-kommen-Wollens.

Lichtjahre entfernt von eigentlicher Liebe

 

 

Wiese, laß mich ganz in dein

Wohlgefühl versinken.

-

Christian Morgenstern

 

 

 

 

Sieben Jahre später

in einem Totenhaus,

trinken die Henker von gestern

den goldenen Becher aus.

Die Augen täten dir sinken.

-

Ingeborg Bachmann

 

 

Im Aufstehn voller und süßer Schluck Kaffee, sagte sie, kleine Übergänge, die als volles Leben angesehen werden. Auch sie, wie jeder und alles, wollen gesehen werden

 

 

Ich *rannte rum*, sagte sie, in vieles auserlesen interessiert. Aber was ich bei all dem suchte, war ein Mensch.

 

 

 

 

für mich ist gestern, beim erstmaligen nichterscheinen beim «großen kreis«, etwas symbolisch und tatsächlich zu ende gegangen, nämlich die dauerpräsenz in dieser «society«. es war ein Abschied. und wenn ich noch mal erscheinen sollte, dann als ein anderer als zuvor – als ein autarker gast, der mit all dem im zweifelsfall nichts mehr zu tun hat! es ändert nichts an meiner wertschätzung, ich halte sie für zutiefst richtig, die Trennung.