er ist gestorben. nach 89 Jahren auf diesem Planeten. und sieh, wie schön dieser Junivormittag ist.

 

 

Saure Kirschen waren mir als Kind die liebsten.

 

 

Echtes Scheitern weiter einzuüben

heißt

katastrophale Ergebnisse in sich zu akzeptieren.

 

Auch: unter Menschen als Zeugen.

 

 

Als Gestorbener, der ich – auch – bin, sagte er, muss ich das nicht mehr wissen.

 

 

伝え

 

 

drückte mich in der Nacht in einem Pickel aus, sagte sie, so restlos, so unrein, so täterverseucht, so, dass         

GAR KEINE Angst mehr auftrat.

 

 

das, was einem am Gefährlichsten wird

nicht mehr kontrollieren.

 

 

«Mara: Wörtlich 'der Töter', oft auch 'der Böse' genannt. Er ist der Versucher, der immer darauf aus ist, die Lebewesen […] zu fesseln. In den Suttas wird sein Name auch als Inbegriff der geistigen Verunreinigung verwendet.«

 

 

Wenn bewegliches Körpergelenk ausfällt    in gewisser Menschendichte, sagte sie, der Körper von Steifheit

ergriffen wird.

 

 

伝え

 

 

Was wurde am besten gelernt? fragte sie. Vielleicht dem puren Schmerz – etwas – zu entgehn.

 

 

Wörter, in denen der Trieb voll ausfährt, oft sind es     

ganz niedere.

 

 

Tradition der Lieblosigkeit.

 

 

Tradition der Herzlosigkeit.

 

 

伝え

 

 

Die Energie, mit der etwas weggemacht werden möchte, verdeutlicht dasjenige nur.

 

 

Erinnerung an Menschen, die sehr unabstrahiert lebten.

Sonderbare Klarheit umgab sie – 

 

 

plötzlich war mir, als verstünde ich ganz, was sie veranlasste, mit mir leben zu wollen.

 

 

伝え

 

 

zuversichtlichkeit    lebenswichtig für eine beziehung.

 

 

ein richtiger sudeltag war das heute, weil der mensch das ab und an braucht - - 

 

 

Sonne steht so mild im Zimmer, und ich bin mir ganz bewusst darüber, alles machen zu können, was ich will   .  . 

 

 

伝え

 

 

Eine große Stärke ist, sagte sie, Wissen über sich, gar Gesagtes

entfallen zu lassen.

 

 

Fast jedes Mal, sagte sie, wenn ich alles [nicht] tue, um  a l l e s  loszulassen, wirft sich so ein kleiner . . traumatischer Motor an

anstelle dessen, leer zu werden. Und dann ist es am Schwersten, nichts zu tun. Weil es heißt, eine furchtbarste Verzerrung, die auch den Gesichtsausdruck ergreift, sich ausdehnen zu lassen

 

gegebenenfalls vor aller Augen, die

gerade gegenwärtig sind.

 

 

Schön ist, was sich im Strom bewegt, hässlich, was sich gegen ihn abarbeitet. […] Auf dem Hässlichen liegt ein vom Mythos der Medusa her bekanntes Tabu. Niemand möchte ihm ins Gesicht sehen, denn es bringt Unglück. […] Um keinen Preis möchte man erwischt werden – sei es mit der falschen Lektüre, sei es im falschen Film, sei es mit den falschen Leuten. Falsch ist, was sich falsch anfühlt. Was sich falsch anfühlt, bestimmt die Etikette. Wer die Etikette bestimmt, bestimmt die Richtung. Wer die Richtung bestimmt, bestimmt vielleicht gar nichts. Die Richtung ist stärker als jede Bestimmung.

-

Ulrich Schödlbauer, Macht ohne Souverän

 

 

über Sommerwiese leichtes Parfum weht

 

 

伝え

 

 

Machte in Jugend eklatanten Richtungsfehler, sagte sie.

 

 

Es gibt das Ziel der Überwindung der Gegensätze. Schlimmer als Gegensätze . . aber sind unlautere Vermischungen von ihnen in einer Existenz.

 

 

in seinem Innern aufhören, Selbst-Anweisungen zu erteilen, seien sie noch so unmerklich.

 

 

egal, wie du dich anfühlst, egal, was du tust: Die Türen zu meinem Herzen stehen dir sperrangelweit offen.

-

Ajahn Brahm

 

 

伝え

 

 

Sobald dieser kleine . . traumatische Motor angeschmissen wird, sagte sie, bin ich allein. GANZ allein.

 

 

Alles andre, als sich beiderseitig in zartem Fluss zu erreichen, sagte sie, ist für mich *Zeitverschwendung*.

 

 

Ich bin im 7. Monat, war zu hören, einer Schwangerschaft des Todes.

 

 

Wie viel Gewalt diese Entscheidung, die *ich* einst traf, sagte sie, antat.

Noch heute.

 

 

das Wort «alt«

in Gewalt.

 

 

伝え

 

 

Erinnerung daran, sagte sie, ökonomisch-ideologisch beeinflusst gewesen zu sein, so, dass es vorkommen konnte, goldrichtige Einsichten nicht hinreichend als solche zu erkennen. Dummerweise: gegen redete.

 

 

Jeder hat wohl das, was er irgendwie wegkriegen will. Lade es ein –

 

 

Befass dich momentan gar nicht mit dem Problem.

[…]

Versuchst du, eine Angst loszuwerden, vergrößert sie sich nur. Wird dein Geist jedoch erst einmal friedvoll, ruhig und glücklich, besteht überhaupt kein Problem mehr: Die Ruhe wirkt so auf dein Hirn ein, dass es von allen Ängsten und Phobien befreit wird.

[…]

Legt sich ihr physischer Gegenpart, legen sich auch die Emotionen selbst.

-

Ajahn Brahm

 

 

Es wird immer wieder zur Verirrung aufbrechen, sagte sie, aber bin nun am Ende des Labyrinths.

 

 

伝え

 

 

Ich spüre ihre genetischen Anhaftungen, sagte er, Licht und Schmutz.

 

 

höre zärtliche Nischen in ihren Tönen, mittels derer sie spricht.

 

 

Sie sprang weg, sagte er, aber so selbstirritiert, in meinem Geist sprang sie mich an und klammerten aneinander.

 

 

伝え

 

 

Isabells Hand; vermeintliche Unerreichbarkeit und Bewunderung stiegen derart herauf, dass eine Hand-Berührung unirdisch erschien. Kosmisches Bewusstsein.

 

 

Überlagerungen der Schrecklichkeit, darunter       Gesichter in Menschen wiederentdecken

 

 

Eine schlechte Konnotation kann aushöhlen, ein Hirn wie einen ausgetrockneten See stilllegen.

 

 

Sie fühlten irgendwie mit der Identität des Diktators. Der Menschen nach Belieben ermorden ließ. Also Menschen führte, die sich führen ließen und nach Belieben ermordeten. Mit den Opfern fühlten sie irgendwie nicht. Eher im Gegenteil.

 

 

伝え

 

 

Dein Körper wurde zuerst von Wünschen erschaffen.

 

 

Erinnerung daran, sagte sie, allererste Anzeichen zu spüren.

 

 

Und Erinnerung daran, wie in Frühzeit

Butterblumengelb wahrgenommen wurde

 

 

Einen Atemzug, sagte sie, unendlich bewusst erlebt zu haben.

Sah dabei nur diesen einen Atemzug im Universum.

Ein-Atem

bis hin

in letzte Nuance des Ausatmens

 

 

Wo gibt es im Universum sonst Atem?

 

 

伝え

 

 

Erinnerung an Selbstgegenläufigkeit, sagte er, so dicht , dass

kein Entspannungsfetzen eindrang.

 

 

Erinnerung daran, wie es sich anfühlte, in einem absoluten Selbstgefühl des Alleinseins gewesen zu sein.

 

 

Ein innerster Wahrnehmungsfokus, sagte sie, wurde während des Kontakts – auch noch – deformiert. Wie? Er wurde auseinandergezogen, automatisch durch Erinnerung, so, dass Hohlräume entstanden. Stell dir vor: da, wo dein intimes Selbst sein sollte, Hohlraum. Im Kontakt.

 

 

伝え

 

 

Als sich an den Wahrnehmungsspitzen, sagte sie, gar nichts rundete. Etwa in frequentierter Fußgängerzone. Da erschienen die Wahrnehmungsabrisse wie Stümpfe. Dann wie Finger, die anfingen, sich an jemand zu klammern.

 

 

伝え

 

 

sah so unwahrscheinlich leuchtend

 

 

Ich hatte an dieser Stelle – fundamental – gelogen, einst, sagte sie. Erst kürzlich wurde ganz bewusst, welchen Mut es beinhaltet, in dieser Weise zu lügen. Sich in dieser Weise eine bessere Welt zu entwerfen.

 

 

Endlich, kurz vor dem Tod, sagte sie, hatte er seine Richtung ganz, ließ er niemand mehr reinreden. Ein Leben, das so sehr angefeindet wurde.

 

 

伝え

 

 

Blick-Richtung nehmen : welche Substanzen aus dem Innern fließen ein. Es ist nicht möglich, dass es   keine sind.

 

 

Stiehlt sich ein Mäkel-Dämon in dein Leben, ranz ihn nicht an: «Raus hier! Bei mir hast du nichts zu suchen. Ich muss perfekt sein.« Sag ihm lieber: «Willkommen, Monster. Heut hab ich's richtig vergeigt.«

[…]

Reagierst du negativ auf negative Gedanken, verdoppelt sich die Negativität. Reagierst du dann negativ auf deine Negativität gegenüber deinen negativen Gedanken, verdreifacht sich die Negativität. Und so geht das weiter und weiter, bis du schließlich ganz wuschig im Kopf wirst.

Kommt dir ein negativer Gedanke, akzeptier ihn einfach: «Herzlich willkommen, negativer Gedanke.«

Wie negativ vermagst du denn zu werden?

[…]

Bist du lieb zu deinen negativen Gedanken, ohne sie ernst zu nehmen, lässt du sie einfach zu oder machst dich über sie lustig, verschwinden sie irgendwann ganz von selbst.

-

Ajahn Brahm

 

 

Plötzlich in einem Gesicht zu sehen, sagte er, dass ein Leben grundlegend falsch verlief.

 

 

Wendete mich Menschen zu, sagte sie, zu denen ich spontan «Nein« sagte.

 

 

伝え

 

 

Komisch, sagte er, dass es «Tod« gibt.

 

 

So eine Tochter, so ein südländisches Mädchen, Juniabendwärme, ihre freie Schulter lässt eine Erregung ahnen, die so jung ist, so jung auch in mir. Sie ist das Erdwunder. Und weiß es. Und zugleich lugt die unreife Göre durch.

 

 

 

Ein ganz anderes Verhältnis zu Menschen – einschließlich zu sich selbst – erhält man, sagte sie, wenn sich in beiderlei Einverständnis angefasst wird.

 

 

 

Komme in der Wohnung an, sagte er, als sei ich ein Besucher meiner selbst. Endlich gestorben, endlich lebend.

 

 

伝え

 

 

Vater-Sohn-Brisanz

andre Brisanzen

der Friede hat eine dünngewachsene Haut.

Achtgeben

dass die Vulkane nun ruhig bleiben.

 

 

bereits

alles zersetzt hatten.

 

 

auf keinen Fall mehr dort

hinein.

 

 

Kein Nachvollzug eines andren Lebens

möglich.

An dieser Stelle sagte er: «einfach Schnauze halten«.

 

 

Ein Erregungsansatz von daher    erschöpft mehr als 7 Stunden Feldarbeit.

 

(Platt gesagt, aber richtig.)

 

 

伝え

 

 

empfundener Friede aufgrund des Getanen.

 

 

Was wurde getan?

«Ich habe ausgesagt.«

 

 

Selbst-Bewusstsein durch

Zu-Ende-Gebrachthaben

seines individuellen Lebens.

 

 

was auch noch aufkeimen wird

es wurde an dieser Stelle

zu Ende gebracht.

 

 

伝え

 

 

Aus Kindheit und Jugend kommen, sagte sie, und über keine Person verfügen, die sich in dem Sinne – beruflich und anderweitig – einsetzen lässt.

 

 

Nicht mehr über den Frische-Geruch der «Kaste«, sagte sie, in der man heranwuchs, verfügte.

Damit war im Grunde auch jeder Zugang    zu gewissen «Töpfen« wie auch zu bestimmtem Erleben versperrt.

 

 

伝え

 

 

Zum Wichtigsten auf der Erde – ja überall im Universum – gehört Entgehen.

 

Rastern und Menschen zu entgehen, die   nur etwas von einem wollen.

Denen im Zweifelsfall

gegen die individuelle Existenz

jedes Mittel recht ist.

 

 

伝え

 

 

hatte danach noch einmal jenen

übersprudelnden guten Geist

 

 

so oft in Kindheit und Jugend

irgendwann

in Menschengegenwart aufgehört hatte.

 

 

Erster Herz-Kontakt bei dieser Organisation.

Sich-Verstehen über Verwertung stand.

Vertat mich sprachlich, sagte sie, was sonst nie vorkommt, angesichts Nennung früher Station.

Was mich zu einer Fremden machte.

Mit einem Schlag war ich, in dem Sinne, nicht mehr im Raum.

Kehrte langsam zurück in das Fühlen meiner Augen und nahm auch wieder die Augenidentität des Gegenübers wahr.

Im Angesicht des Herzens wurden

alle Argumente und Zurechtlegungen

in ihrer Erbärmlichkeit sichtbar

und überwunden.

 

 

伝え

 

 

Wenn Gedankentätigkeit überdehnt wird, sagte sie, hab ich aufzupassen, dass mein Hirn in nächster Sozialsituation nicht wie eine Kralle zugreift. Erinnerung an ein Mädchen, das nichts als spiegelte. Und davor arglos tat, als müsse sie in Deckung gehn.

 

 

Erinnerung daran, an einem Berufstage solchem Druck ausgesetzt gewesen zu sein, sagte sie, dass ich dann irgendwo in frequentiertem Café – selbst meinen Schweiß riechend – saß und *nicht mehr wusste wo der Kopf stand*.

 

 

Was morgens bei gewissen Ärzten los ist

im Hinblick auf Kinder und Mütter. Und der Mann mit seinen romantischen Vorstellungen – 

 

 

伝え

 

 

Als 16-jährige war ich eher eine Reisende, sagte sie, wenn auch meistens in Wohnort und Umkreis. War vielleicht mehr in der Ferne als in der Nähe.

 

 

Was Frauen um 30, sagte sie, im Sommer *in der Bluse haben* und zeigen, dafür ist   «betörend« kein Ausdruck.

 

 

harte 'tonlose' Stimmen zeugen von Fühllosigkeit.

 

 

Wie fremd und isoliert herzliches Lachen klang, sagte sie, als ich kaum bei mir war.

 

 

In dieser «Phase« des Daseins komme ich zu Einsichten balsamischen Charakters. So war es heute möglich, ohne dass ein Gedanke es hätte bewirken müssen, j e d e s Vorkommen in weichen Hauch zu kleiden. So wurde das mich und andre Aufritzende weich. Kommunikationsfähig –

 

 

伝え

 

 

Ich sag mir inzwischen, sagte sie, lass die Finger davon, von Vergangenheit und angeblich Künftigem.

 

 

[…] Ganz ähnlich ist es mit Lebenskrisen. Auch da tretet ihr sozusagen in einen Hundehaufen. Und statt sauer, verbittert oder depressiv zu werden, nehmt ihr ihn mit nach Hause und vergrabt ihn in eurem Herzen. Nicht lang, und ihr werdet weiser und mitfühlender sein. Aber vergesst nicht: Worum handelt es sich bei all dieser saftigen Weisheit und süßen Liebe in Wirklichkeit? Nur um den verwandelten Hundehaufen des Lebens.

-

Ajahn Brahm

 

 

Setzte mich in die Wärme-aufgeladene-Fußgängerzone, sagte sie, und glühte – meine tiefsten Tiefen zulassend – durch. Spürte mich endlos jenseits von Kritik. Denn: Ich entscheide nun über alle Urteile! Was da in mir entsteht. Ich entschied, keine mehr über mich zuzulassen.

 

 

伝え

 

 

Sieh den Sommer, wie er in den alten

Lindengärten hingeht, mit den Bienen

innig redend unter grünem Wind.

 

Auf besonnter Steinbank ruhn verflogne

Falter und der Algengrund der Teiche

glüht vom Goldgespinst ertrunknen Lichts.

-

Christine Busta

 

 

es wird dann wertvoll, wenn etwas   mit aller Zeit geschieht.

 

 

Verletzungen und Kognitionen

standen wie hässliche Stümpfe heraus

Einige wie massives Gestein

als könnten sie tausende Jahre überleben oder

hätten das schon getan.

Der feine Sand des Loslassens

rieselte unentwegt darüber und dazwischen und

suchte aufzulösen.

 

 

伝え

 

 

.  .  .  hatten gemeinsam:

 

die Teilnehmer erschienen *maskiert*, kognitiv verblendet.

von irgendwelchen Sachen beeinflusst und aufgeladen, die

eines verhinderten: sich wirklich einzulassen.

 

Berufs-Zwänge, Gefasel, Unwohlsamkeiten.

 

Nörgeleien, Abladungen, Übertragungen.

 

Gemeinheiten, Selbstbeförderungen, im Stich lassen.

 

ganzes Arsenal aufgepfropfter Verhaltensweisen, die

nur eines endlos verlängerten:

dass der Mensch dem Menschen in dem Sinne nicht begegnete.

 

bei all dem meinten sie dies auch noch: dem andern      

begegnet zu sein.

 

 

伝え

 

 

Dass der Grenzübertritt so attraktiv ist, sagte sie. Sicher fällt es nicht leicht einzugestehen, dass sexuelle Fantasien gesteigert wurden etwa durch Vorstellung, dass zwei Schwestern sich leidenschaftlichst einem Mann hingaben. Und was dem Mann da alles zuspielte; dass das auch noch geil war. Und denke auch schon mal an die Eltern. Wie viel sie gaben! Von solchen Früchten, und was mit ihnen zusammensteht, bekommen nur andere.

 

 

Der Versuch, Menschen zu heilen, macht einen zum Kontrollfreak. Der Versuch, deine bessere Hälfte oder dich selbst von schlechten Angewohnheiten zu befreien oder die Verunreinigungen und Hindernisse in der Meditation zu kontrollieren . . . ein Fass ohne Boden. Es funktioniert einfach nicht.

[…]

Versuch gar nicht erst, dich von deiner Dummheit zu heilen. Nimm dich ihrer an.

-

Ajahn Brahm

 

 

Ich hab mir alles zunahst angesehen, sagte er.

Noch mehr Abdrücke?

«Nicht nötig.«

 

 

伝え

 

 

Dieser falsche Körper im Körper, sagte sie, ein Gefangener. Von gesellschaftlicher Anforderung stetig getriggert.

 

 

Was ich schon mit Heißhunger aß, sagte er, bei Licht betrachtet schmeckt all das gar nicht.

 

 

In jeder Sprache bewegt sich irgendein Leben. So wunderbar wie du einst dachtest es hinzukriegen, geht es gar nicht.

 

 

伝え

 

 

Ich hab nun solche Freude daran, sagte sie, *keinen Menschen mehr vor der Nase zu haben*, keinen Kontakt mehr knüpfen zu müssen, weder einer Pflicht noch einer Menschlichkeit nachkommen zu müssen, sondern einfach frei sein, so weit ein Mensch frei sein kann.

 

 

[…] Der Bursche ging ihm bis zum Rand des Marktes nach und bedachte ihn dabei mit immer obszöneren Beschimpfungen. Dem Mann aber machte das nicht das Geringste mehr aus. Weil er jetzt ja wusste, dass der Junge verrückt war.

Falls Sie diese Geschichte verstanden haben, können Sie sich, wenn Sie das nächste Mal fürchterlich beschimpft werden oder Ihr Partner sauer auf Sie ist, einfach vorstellen, dass der oder die Betreffende sich gerade böse den Kopf angeschlagen hat und unter einem vorübergehenden Hirnschaden leidet. Denn im Buddhismus spricht man tatsächlich von einer «zeitweiligen geistigen Verwirrung«, wenn jemand zornig wird und andere beleidigt.

-

Ajahn Brahm

 

 

Das, was verletzte; da, wo solche Konsequenzen gezogen wurden.

Ich konnte nun fallen lassen:

sowohl Verletzungen als auch Konsequenzen.

 

 

伝え

 

 

Die Juninacht, sie hat's entzündet,

Und wie ein Blick, der dich ergründet,

So liegt ein kleines Licht im Gras,

Als flog es dir vom Herzen fort,

Ein Liebeswort, das ungesprochen

Und ungebrochen weiterglüht

-

(May Dauthendey)

 

 

Vorliebe für eher ungewöhnliche Orte: das überraschend bequeme Hinterzimmer eines orientalischen Friseurladens; Duftsphäre eines asiatischen Massagesalons; ein tief und tiefer in den Raum führendes Café in Athen. Früh, vor allem solche Orte suchte ich auf.

 

 

*Ein ganz süßer Backfisch*, der da bedient, sagte sie. Schön, wenn jemand in seiner Welt

belassen wird.

 

 

伝え

 

 

Ein Schrei durch das geöffnete Sommerfenster reichte, sagte er, und es war wieder heraufbeschwört.

 

 

Sicher machte Erstarrung Fratzen

noch gruseliger.

 

 

Wir töten keine Tiere, weil auch sie Angst vor dem Tod haben, genau wie du. Stell dir mal vor: Riesengestalten mit Riesenpranken, die dich zermalmen.

[…]

Wer andere mies behandelt, muss sich sehr schwertun mit sich selbst.

[…]

Begegnest du unfreundlichen Menschen, dann denk daran, wie gering ihre Energie und wie düster es um sie bestellt sein muss.

-

Ajahn Brahm

 

 

伝え

 

 

beim Tanz beiderseitig so bewusst

Finger erspürt

 

 

wenn alles so still und geneigt wird, so, dass Zärtlichkeit in

magisch-magnetischen Raum eintritt.

 

und in dieser Nähe ist es, als könnte das

Universum erwachen.

 

 

伝え

 

 

Alles klebt und wächst zusammen: Mann und Frau

 

 

Als ein Gedanke nicht mehr zu finden war, war es mir, als habe ich ein Kind verloren.

 

 

An vielen Körperstellen juckte es nun, sagte sie; so viel Berührungsnähe

brach etwas auf.

 

 

伝え

 

 

Wenn du dir jedes Scheitern gestattest, jedes, was soll dann noch schiefgehen?

 

 

den reinen Fluss spüren, der durch

zwei Psychen und Körper strömt

 

 

wenn

eine kleine ganze Gruppe     ebenso besonnen wie zärtlich miteinander ist

 

 

伝え

 

 

freudig wird es

wenn du durch meine Erinnerung erscheinst  

 

 

Wie viel schrieb ich, sagte sie, in den toten Hafen.

 

 

Was baut ihn nun auf, den gemochten-geliebten Menschen, der nicht mehr da ist, welche Nahrung, beruflichen Begebenheiten, Vorstellungen und Erlebnisse, welches Gespräch.

 

 

Umbenennung von Berufsbezeichnungen, sagte sie. Denn schon Bezeichnung vermittelt dort Sklaventum.

 

 

Die geprügelten Tage

die so zutraulich begannen.

-

Hilde Domin

 

 

伝え

 

 

Alles im Bewusstsein wurde so eng, dass nur noch gänzliche Geschlossenheit oder eine Blickmöglichkeit blieb. Als ich aufsah, wusste ich, dass ich damit die Geschichte der Erde und jede Nuance in ihr ABSOLUT wertschätzen werde, egal was jetzt geschah. Und wenn es eine Pistolenkugel gewesen, die auf mich abgefeuert worden wäre. Dieser Moment, sagte sie, gehört zu den wichtigsten meines Lebens.

 

 

伝え

 

 

im Traum wurde die Wohnung mit wohliger Wäsche durchflutet. und legte mich lang und nackt darein

 

 

ihre Haut, die ich lange streichelte, war von erotisierender Kühle

 

 

Sie ist nicht nur eine Frau, sagte er, sondern auch, wie jeder, ein Glücksanspruch, dem niemand gewachsen. Sie selbst natürlich auch nicht.

 

 

Es dauert lang bis man weiß, womit man es zu tun hat.

Weiß man es dann?

 

 

伝え

 

 

Was passiert, wenn ich den Schatz einem Unbekannten gebe? Richtig, ich werde beide nie wiedersehen. Auch eine Aussicht auf Belohnung besteht nicht. Dann, und nur dann, kann von echtem Geben gesprochen werden

-

(Abt Muho)

 

 

Erinnerung daran, etwas aus fern gelegener Natur mitgebracht, über tausende Kilometer transportiert zu haben, um es zu schenken.

 

 

hatte sich so tief gemacht, dass ebensolche Berührung Töne solchen Wohlbefindens auslöste.

 

 

伝え

 

 

so eine orientalische Imbissbude in Fußgängerzone. Um eine Stufe erhöht, stetig Musik, die aus dem, was hier als Wirklichkeit gilt, weitweitweit wegführt. Entspannte männliche Bedienungen, kleine Scharen jugendlicher Mädchen. Manche von ihnen, die in dem Kontext das erste Mal mit einem – viel älteren – Mann schlafen.

 

 

 

 

 

 

Ich muss unbedingt den UNERNST einführen, sagte er, und zwar bei Dingen, die so ernst sich in mir gebärden.

Sachen, die nur durch Menschenwillkür zustande kamen.

Wir sollten lernen, uns darüber gemeinsam totzulachen.

 

 

 

 

 

 

Ich habe lange versucht, in einer Sprache zu schreiben und zu sprechen, die die gängigen Konnotationen

nicht mehr auslöst.

 

 

伝え

 

 

Schon ihr Mund, sagte sie, ist eine ganz ungewöhnliche Frucht.

 

 

Auch ich hatte – nach reichlichem Genuss – Alkohol und Drogen tabuisiert. Doch war nur eine Verschiebung von Gegensatzaufstellung. Nehme dennoch nichts mehr davon. Nur: keine «Verteufelungen«, keine Gegensätze mehr. Auch das will gewürdigt sein.

 

 

Alles war richtig, sagte sie, du hattest nur noch nicht das richtige Bewusstsein dafür. –

 

 

Nur weil mir solches widerfuhr, schätze ich alles in dieser Weise wert. Das war der Sinn, die Bedeutung.

 

 

伝え

 

 

Mit dieser prekärsten Entscheidung und ihren Auswirkungen, sagte er, gelang es, Jahrtausende prekärster Historie (bis zu einem gewissen Grad sogar im Einzelnen) «zu verstehen«.

 

 

Und erkannte einst am eigenen Leib das *blinde Auge der Geschichte*:

Nichts, während ich all das getan hatte; keine Warnung, die mich abgehalten hätte, meldete sich.

 

 

Begrüßt jedes Mal total positiv, sagte sie, aber ich weiß er hat Angst, sucht weiterhin vor allem Schmerz und Kritik zu entgehen.

 

 

erwachte in der Nacht und aus mir brachen Vulkane; es war, als wären es solche noch bevor es Leben gab

 

 

伝え

 

 

An trübem Morgen nackt in Wohnung seine Sachen machen. Reinigungsangelegenheiten, die vor kleiner Zeit erst sorgfältig erledigt wurden, stehen in gleicher Weise an. Lauf und Kreis – Existenz, verläuft sie etwa anders?

 

 

gesättigt, in Ruhe nun; bei allem, was getan wurde, will nun nichts mehr getan werden.

 

 

Leben lässt es nicht zu.

 

 

伝え

 

 

Seltsam, sagte er, Menschen erschaffen sich ein Ordnungssystem und

so wenig Leben passt hinein

und leiden.

 

 

auch manche Freundin

beurteilte mich vor allem nach

ihrem Ordnungssystem.

 

 

伝え

 

 

was musst du ständig dein Erleben in Sprache packen.

 

 

Der im Grund ängstliche Versuch

in all den Stürmen

kleine Insel zu wahren

 

 

 

die Dinge, mit denen wir uns liebten, thronen schon so lange im Staub.

 

 

 

Dass es im Boxen mit einem Schlag zu Ende sein kann, auch wenn der Kampf bis dahin

umsichtig und gut gestaltet wurde, ist kennzeichnend

 

für Leben.

 

 

伝え

 

 

Identitäts-Bezeichnungen, sagte sie, in denen man sich kaum andres als

 

unangenehm verfängt.

 

 

Ich hätte etwas von der Art mitzuteilen, sagte er, als sei ich ein Schwerverbrecher gewesen. Dabei wurde ich nur gnadenlos ausgenutzt.

 

 

Dass bei Angst, sagte sie, Bewusstsein sich

auf einzigen ätzenden Punkt hin verengt.

 

Oder wie ist es genau?

 

 

Aus dem gleichen Grund musst du

aus negativen Kontexten und Menschen

sofort raus.

 

 

伝え

 

 

Bei allem Schlechten, das du zu erleben hattest, wurdest du – was du eigentlich bist – niemals gesehn.

 

warst es also gar nicht und

warst auch nie gemeint.

 

 

伝え

 

 

könnte so lang in dich hineinsehen

aber, du bist ja reaktiv   - -

 

 

steht ganzen Tag in Öffentlichkeit, «Schlag auf Schlag« löst sie sich darin auf, gar keine Zeit für Geheimnisbildung; ist völlig offen, aber reizlos.

 

 

nicht so helle. Aber in solcher innren Ruhe. und wunderbar körperlich – und freundlich. wahrhaft gesegnet.

 

(offenbar ohne solche Intelligenz, die nicht selten gegen sich vorgeht.)

 

 

伝え

 

 

Jemand erwarten. Etwas bang werden. Auf Kognition zurückfallen. Wie ist sie geartet?

Genau an der Stelle kommt es drauf an, wie schlecht oder wie gut

die schlechteste Erfahrung ist. Denn

die meldet sich jetzt.

 

 

Wie es kommt, sagte er, dass sie so über sich selbst bestimmen möchte.

Weil sie täglich tief noch spürt, wie andre schlimm über sie bestimmten.

 

 

in Tiefenschichten     nicht mehr

erreichbar zu sein.

 

 

伝え

 

 

nach längrer Zeit

Küsse, Wärme

 

 

von diesen Vermischungen

nicht genug bekommen

wieder der Eindruck: erst das ist Leben.

 

 

Atem aus der Nase gleitet, ihn an seiner Hand spüren.

seltsam, denkt er, das ist das Leben.

bleibt es aus, Gleiten des Atmens, ist es der Tod.

 

 

später sah sie ihm nah in die Augen, kam noch näher, und näher

und fand ihn nicht mehr.

 

 

Was für ein Glück es ist, sagte er, seinen Partner

aus ganzem Herzen und lebendig zu lieben.

 

 

伝え

 

 

Es war immer schon so, sagte sie; wenn Musik erscheint, die mich bewegt, existiere ich vor allem darin.

 

 

Etwas, das alleinige Aufmerksamkeit über längeren Zeitraum beansprucht.

Etwas, das zu einem andern Zeitpunkt bereits sehr sorgfältig durchgesprochen wurde.

Zu sehen, dass

nichts daraus gelernt wurde.

Und auch, dass             keine Lösungsansätze griffen.

Ich habe zuzugeben, sagte sie, dass solche Situation schwierig für mich ist. Allein schon Übertragung auf mich selbst. 

 

 

auf einmal festzustellen, dass über etwas gesprochen wird, dass ebenso verzichtbar ist wie es auch nicht im Gedächtnis bleibt.

 

 

vom Glück, sich mit dem Partner über seine Verletzungen, auch über die von ihm verursachten

leicht

verständigen zu können.

 

 

伝え

 

 

sich in der Energie, die beide Unterleiber füreinander erzeugen, so verbunden zu fühlen.

 

 

Mögen sie erfüllt sein und leicht zufriedenzustellen, nicht stolz und anspruchsvoll.

-

aus dem Metta-Sutta

 

 

in Beziehung: mitteilen

ODER

in Isolation gehen.

 

 

伝え

 

 

Wenn man aufgezogen wird oder auch nur *komisch* wirkt, in aller Öffentlichkeit, sagte er, Ziel ist: sich mitzufreuen darüber, die Menschen so gut zu unterhalten. Und zu versuchen, sie beim nächsten Mal weniger gut zu unterhalten.

 

 

zitterndes Zweiblatt

-

Marie Luise Kaschnitz

 

 

Als mein Blick, sagte sie, eigentlich nur ungestörtes Sonnenlicht enthielt.

 

 

伝え

 

 

Wenn ich dagewesen bin, sagte er, bin ich – noch immer – aufgeregt.

Greift der erworbene Seelenfriede dort nicht?

Was ist er dann wert?

Eine Stimme in mir ruft: Lasst mich bitte für alle Zeiten in Ruhe!

Ihr ward nicht da, als ich allein war.

Mein Zustand war doch bereits so wund auch unter euch.

Ich ertrage die immer gleichen Muster nicht.

Den nie vollzogenen echten Aufbruch?

Seid bitte vorsichtiger.

Stattdessen die gleichen Übergriffe, die

nicht als solche empfunden werden.

Oder ist es nur das: den eigenen einstigen Fehlern entgehen zu wollen.

 

 

Erst wenn du hier alles ganz liebevoll sich entfalten lässt, sagte er, hast du es geschafft.

 

 

Selbst wenn du nur ein bisschen Frieden erlangst, sag dir: «Vielen, vielen Dank, was für ein tolles Geschenk. Für mich reicht das vollkommen aus.«

-

Ajahn Brahm

 

 

伝え

 

 

Durch nichts zu ersetzen: für jemand, den man so mag  .  .  .  ein Essen ja mit Liebe zu kochen, guten Zutaten, die sorgsam ausgesucht wurden, auch alles abräumen, reinigen. Durch nichts zu ersetzen: ganz für jemand da zu sein.

 

 

Erinnerung daran, in Nichtverstehen und Quasi-Identitätslosigkeit    festzustecken.

 

 

In seiner Berufsgemeinschaft kann er «hochfahren«, sagte sie, ist sozusagen frei, während sie dort gewissermaßen «krank« wäre. Er kann da schöne Emotionen und solche Anmut entwickeln, sie eher nicht. In Tiefe und Basis ist sie gesünder, er eher «krank«.

 

 

Was die zurückliegende Beziehung betrifft, sagte er, so habe ich genug. Ich habe sehr den Bruch betrauert. Doch erst zeitversetzt haben die Verletzungen, die von ihr ausgingen, gewirkt. Und wie innig noch war es vor Monaten gewesen. Jedenfalls, um vorsichtig zu sein, in meinem Innern.

 

 

伝え

 

 

1

Wenn etwas Glück erlebt wurde.

Das kleinste Glück fokussieren.

Damit zufrieden sein.

2

Nicht so lange denken, bis etwas schief wird.

3

Wenn man nicht weiß, ob eine Situation energetisch richtig oder falsch ist, entweder:

a) es dem andern sagen, damit sie sofort verändert oder gelassen werden kann.

ODER

b) erst einmal erleben und hinterher darüber sprechen.

 

 

伝え

 

 

Das Potenzial lebendiger Liebe, das zwischen uns aufscheint, sagte sie, verdankt sich wesentlich

 

den besonnenen Momenten im Zweifelsfall.

 

 

Wenn Sie in dieser Phase irgendetwas zu tun versuchen, wird dieser Prozess empfindlich gestört.

«Sie« tun überhaupt nichts. Andernfalls nämlich geht alles Schöne verloren.

-

Ajahn Brahm

 

 

was wir auch tun, überall

leuchtet unser Quell

 

 

伝え

 

 

in Liebe

Vergangenheit und Künftigem enthoben, unabgehoben.

 

 

wirst du stark abgewertet, schätze diese starke Reaktion wert.

 

 

nicht zu streiten, sich im Innern intim zu verstehen, als Bild und vor allem gefühlt

eine Himmelsleiter

 

 

Erinnerung daran, etwas verloren zu haben; danach zu suchen, als läge dasjenige an jeder Stelle; so sehr wurde es vermisst.

 

 

伝え

 

 

mit dem Rad durch

dunkelndes Grün und Gewitter

 

 

fortgeschrittne Beziehung: die Sache des andern zu seiner Sache machen –

 

 

was im andern steckt an Durchgemachtem

plötzlich

in harter, zusetzender Stimme durchdringt.

 

 

Täter-Opfer-Psychose - - - Zustand, in dem Übersicht verloren geht und kaum klare Bewusstseinsschicht im Kontakt mehr durchdringt?

 

 

das Ungelebte, das von einer Beziehung blieb.

 

 

伝え

 

 

etwas in mir lebt weiterhin mit dir zusammen.

 

 

was jemand mit einem Menschen teilen möchte

und was nicht.

 

 

Eigenartiges Gefühl, sagte er, all das zurückgelassen zu haben. Für die Möglichkeit, dass ihr Auge es betrachtet.

 

 

Wunderbare Laute rief.

-

(Martin Greif)

 

 

伝え

 

 

wie ängstlich das Mädchen aus ihren Augen schaute. Neben ihr, vor ihr alles *fremde Bekannte*. Wie freien Auges sie mit ihrem Bruder davonzog.

 

 

Erinnerung an Zusammenkunft, bei der das Ausmaß «mechanischer Rede« so groß war, dass «nichts mehr« empfunden wurde.

 

 

auratische Fixierungen

witzelndes Gemeinsein

 

 

Als es absichtslose Berührung war, war es erster und einziger Moment des Abends gewesen mit einem Anklang Wohlgefühl.

 

 

Sommer singt im Blut.

-

(Albrecht Goes)

 

 

伝え

 

 

Erinnerung daran, sagte sie, dass Verhalten naher Menschen punktuell «peinlich« empfunden wurde. Und die Ambition bestand, (aus meiner Sicht) «richtig zu stellen«. Auch das war – vor allem Falle.

 

 

Mein Jugendhorizont, sagte sie, hätte präziser sein können. Daraus hätte sich aber auch andres Erleben ergeben. Etwas Wesentliches wäre damit ausgeblieben.

 

 

So viele verschiedene Typen bei dem Treffen, jeder ging mit seinem Horizont oft ins Leere.

 

 

Das fast noch jugendliche Mädchen und die Umarmung. Welche Wärme sie plötzlich

gab

 

 

dunkel, mitunter verstörend    

aber im Innersten weich, geheimnisvoll.

 

 

伝え

 

 

in Anwesenheit von Menschen

vor ihnen abgschlossne

aber spürbare innere Welt.

 

 

Solche Zusammenkunft, sagte sie, zu rund 80 % Erdulden von Verhaltensweisen, die zunehmend an Nerven gingen.

Wieder für mich, hatte ich aufzupassen, nicht alles schlecht zu machen.

 

 

Nach diesem Tag, sagte sie, schlecht strahlende Innenwände.

 

 

Es liegt ein Problem darin   sich lange auszusetzen.

Auch beim Biodanza kamen fragwürdigste Urteile.

Auch in Beziehung.

Auch hier, da sich

 

durch Sprache

ausgesetzt wird.

 

 

伝え

 

 

Manchmal säße er *Kilometer weit im Innern entfernt da*. Sie habe sich manchmal gefragt, wo er dann sei. Sie fragte es eher arglos und liebevoll.

 

 

Nicht nur ansehen, sagte er einst, die Mädchen; du musst auch hingehen und ihnen ein Angebot machen, dann wirst du sehen, wie sehr sie gegebenenfalls    angefasst werden wollen.

 

 

伝え

 

 

er habe «alles mitbekommen«.

was alles

bekam er nicht mit –

 

 

Schrecklich nur danach zu gucken, sagte er, was fehlt. Heute schaue ich fast nur noch danach, was da ist und in mir tönt.

 

 

Ja ich glaube auch ich kam mir gut vor, sagte sie, so scharf zu bewerten. Wirklich gut aber ist, zunehmend Abstand davon zu gewinnen.

 

 

Meditation. Sie stellt eine großartige Möglichkeit dar, diese Störung zu beheben.

Denn letztlich sind Depressionen [oder andres] ja nichts anderes als zu geringe Mentalenergie. Versuchst du nun, dagegen anzukämpfen, verbrauchst du noch mehr Energie und verstärkst deine Niedergeschlagenheit noch. Dann deprimieren dich deine Depressionen buchstäblich. Wann immer du ihnen den Kampf ansagst, rutschst du tiefer in Trägheit und Negativität ab.

Beim Meditieren geschieht genau das Gegenteil: Du begegnest deinen Depressionen mit einem «Herzlich willkommen«. «Ich bin gern depressiv, weil es so viele Vorteile bereithält: Morgens muss ich nicht aufstehen und habe eine tolle Ausrede, nicht zur Arbeit zu gehen.« Wenn du depressiv bist, kümmern sich die Leute um dich. Sie umsorgen dich und versuchen dich aufzuheitern. Leistungen musst du keine erbringen. Also genieß es!

Was ich damit sagen will: Wenn du nicht gegen die Depression ankämpfst, sondern ihr stattdessen die Tür zu deinem Herzen öffnest, baust du positive Energien auf, und deine Niedergeschlagenheit legt sich allmählich. Ziehst du in den Krieg gegen sie, wird sie nur schlimmer. Liebe sie und bring sie damit zum Verwelken.

-

Ajahn Brahm

 

 

伝え

 

 

Gibt es eine Liebesbeziehung, sagte sie, deren Verbindung sich so gehalten hätte, nach der Beziehung, dass noch heute das Herz aufgeht?

 

 

Erst im Alleinsein, sagte sie, löst sich all das wieder, was sich eingefangen wurde.

 

 

Die Aufgebrachtheit des Tages in der Nacht

kämpfte quasi das Schlafmittel nieder.

 

 

Es geht zunächst einmal nur darum, sagte er, in seiner Quelle

in seiner durchscheinenden Sensibilität zu sein.

 

 

伝え

 

 

so leicht durchflockt ihr Haar

 

 

im Kontakt früh abgestürzt, war es, als presste sie gegen alles, was dann kam; im Fließen war sie so schön gewesen.

 

Da, wo Menschen beim andern ansetzen dürfen.

 

 

Den anderen in seinem ureigenen Wesen anzunehmen, statt ihn überzeugen, bekehren oder verändern zu wollen, das stellt die wahre Form des Gebens dar.

-

(Abt Muho)

 

 

trat automatisiert einen Schritt beiseite, sagte sie, das entstammte noch jener Zeit.

 

 

伝え

 

 

Vergiß nicht den Traum, der dich neu gebar. Mein Leben wird von einem geheimnisvollen Tiefsee-Golfstrom gelenkt; ich bin, existiere nur dann im tiefen, glücklichen Sinn des Wortes, wenn ich seine Strömung spüre.

-

Imre Kertész

 

 

es lässt sich mit allen Worten dieser Art zu sich finden.

man kann sich eh nur mit jeweils einem Passus befassen.

Aufgabe ist, anhand eines solchen Passus zu sich zu kommen, bei sich zu sein. Und das heißt: zu ermessen, zu empfinden, gegenwärtig zu sein.

 

 

Erinnerung daran, sagte er, mit einer Frau jenseits erotischen Impulses in feindlichem Konflikt (ja Schlagabtausch) gewesen zu sein.

Im Nachhinein jedoch erschienen Frau und Situation

gerade deswegen erotisierend –

 

 

Mit Schaudern denke ich an das Buch «Zerstörung« (1988) – 1989 überarbeitet und umbenannt in «Das gebrochene Schweigen«. Von Thomas Bernhard beeinflusst, schrieb ich 'meine Geschichte' nieder. Vielfach zu eckig-konsequent, zu abwertend, so sehr verletzt; Heilsames noch gar nicht in Sicht.

 

 

offenbar fällt mir nichts mehr zu uns ein. aber sanfte Strömung nun, in der ich dich wieder leise fühle.

 

 

伝え

 

 

Wie selbstbewusst erscheinst du im Raum, sagte sie. Bist du spürbar ruhige, zu sich selbst gekommene Erscheinung?

 

 

Erinnerung daran, das erste Mal in eine heiße Brühwurst gebissen zu haben, welch angenehme Überraschung.

 

 

ohne Gedanken Menschen zu begegnen

ist richtig.

wenn auch kognitive Voreinstellung unvermeidlich (und wenn es der Gedanke seines Lebens ist, derjenige, der «alles zusammenfasst«).

 

 

Möglich, daß Sünde und Unwissenheit das Leben selbst sind. Falls es so sein sollte, woher rührt dann dieses Wissen in mir, und warum muß ich in dieser Schizophrenie leben? Wer erprobt mich? Wer will diese zweideutige Erfahrung und weshalb? Um mich zur Einsicht zu bewegen oder um selber etwas zu erfahren?

-

Imre Kertész

 

 

伝え

 

 

sehe auf einem Foto so sonderbares Licht

und bin wieder mit dir in Rumänien

 

 

Mit Älterwerden und zeitlicher Entfernung, sagte sie, ist es nun, als steuere alles auf eine weiße Wand zu.

 

 

Restzeit. Was werde ich noch realisieren in diesem planetarisch-kosmischen Kreisgeschehen ?

 

 

伝え

 

 

Ja, sagte sie, mögen sie alle in unverzichtbaren Handlungen sein. Ärzte, Unternehmer, Lehrer, Psychotherapeuten. Ich weiß aber, dass mit jeder Handlung Abwesenheit produziert wird von etwas, das ich dauerhaft einlöse.

 

 

Möchtest du, dass dein Kind meditiert, tust du es am besten selbst. Wenn du meditierst, kann sich das Mädchen neben dich setzen, und die Kinder nehmen oft die Energie ihrer Eltern auf. Gerätst du in Hektik, wird auch deine Tochter ganz wuschig. Bist du dagegen die Ruhe selbst, passt sich das Mädchen dir an. Denn Kinder lernen durch Osmose.

-

Ajahn Brahm

 

 

Von welchen Strahlungen warst du in Kindheit und Jugend umgeben?

Welche Konsistenz und

 

welche Entscheidungen ergaben sich daraus?

 

 

伝え

 

 

Wie unangenehm das war, sagte er, als *überall in der Welt* ein Introjekt in sich selbst erschien, das augenblicklich drastisch verhässlichte.

 

 

«Unter Introjektion (von lateinisch intro = ‚hinein‘, ‚herein‘ und iacere = ‚werfen‘) versteht man in der Psychologie die Aufnahme und Verinnerlichung unverarbeiteter, meist aversiver äußerer Realitäten, fremder Anschauungen, Motive, Werte und Normen etc. in das eigene Ich, die, im Unterschied zur Identifikation, einen unreiferen, unangepassten und tiefer in der Ich-Struktur verwurzelten Mechanismus darstellt und meist in der frühen Kindheit stattfindet. Das betreffende Objekt bzw. die betreffenden Objektqualitäten werden auch als Introjekt bezeichnet.«

 

 

Lebensnötig, solche Texte zu modifizieren.

 

 

Sich auf liebevollste Weise befasst        mit angstauslösenden Stellen.

Das ist das Wichtigste. Denn Angst ist ein Killer.

 

 

«Nun«, antwortete das Medium, «das Krankenhaus habe ich gefunden und auch das Zimmer. Aber ich bin nicht hineingekommen. Ihre Mutter war von einem Kraftfeld umgeben, in das ich einfach nicht eindringen konnte. Deshalb weiß ich auch nicht, ob sie überleben wird. Aber wer ist Ihre Mutter eigentlich? So etwas habe ich nämlich noch nie erlebt . . .«

«Meine Mutter ist eine buddhistische Nonne und hält sich seit ungefähr dreißig Jahren an die acht Gebote.«

[…]

«Das hätten Sie mir vorab sagen müssen. So haben Sie mir nur meine Zeit gestohlen. An solcher Art Leute kommt jemand wie ich einfach nicht heran.«

So stark ist die Macht befolgter Gebote. Aus Sicht der Geister umgeben sie uns mit einem undurchdringlichen Kraftfeld. Sodass sie sich uns nicht nähern und uns nicht schaden können.

-

Ajahn Brahm

 

 

Essenzen:

 

 

Die positive Macht         konsequent vollzogener Entscheidung.

 

 

Vorteile eines Kraftfeldes der Undurchdringlichkeit.

 

 

Menschen auf Ebenen, die

nicht heranreichen.

 

 

伝え

 

 

Erinnerung daran, Himbeeren in schattigem Wald schon von fern gerochen zu haben.

 

 

Und Erinnerung daran, im Sommer sich arglos an eine Geländeeisenstange gelehnt zu haben, so heiß geworden, dass Armhaut verbrannte.

 

 

«Welch großartige Einsicht: dass die Angst mehr Menschen das Leben kostet als jede Erkrankung«

-

Ajahn Brahm

 

 

Was auch in dir selbst ankommt, heile es mit

deiner Energie, deinem Leben

 

 

gerade auch alles Widrige und Zweifelhafte, das selbst beschritten wurde.

 

 

伝え

 

 

Isabell; kommt sie vorbei, bei Tätigkeiten in diesem Raum, zeigt sie dir durch nun ausgelöste Schüchternheit und Anmut, die sie auch willentlich herbeiführt (das spürst du), Respektieren und Mögen.

 

 

Feind jeder Gegenwärtigkeit, sagte sie, ist große Aufregung. Sie übersieht alles, was gut und schön ist. Erteilt Befehle, führt Kriege, bevormundet. Blendet aus, wie anregend es etwa sein kann, wenn in beiderseitigem Wollen eine Hand in Hose des andern gleitet. Seine Wäsche und seinen Geruch eratmend.

 

 

Etwa 20-jährige Arzthelferin, sagte er, dass jemand begeistert von mir ist. Mir mit beiden Händen zur Verabschiedung noch die Hand umklammert. Es gab mir alle guten Geister zurück; ich meine die, die nur im Kontakt entstehen.

 

 

伝え

 

 

Erinnerung daran, eher beliebige Musik schon mal gutgefunden zu haben, das änderte sich, als du Schicksal erhalten hattest.

 

 

Musik erklang, oft gehört einst, die Single kostete 5 Mark, und es war eine große Verführung, eine Schachtel Zigaretten zu kaufen, und auf einmal breche ich zu einer Helligkeit durch, ohne all die Grenzen aus 40 Jahren.

 

 

wie viel erfahren, gefühlt und gedacht wurde, bis sich dieser Gedanke jetzt    heraus schälte

 

 

伝え

 

 

in Gruppe: Gesichter ziehn – sie dem andern zeigen –, entspannen, frei werden    im Gesicht.

 

 

Umarmung mit der Unbekannten: passte auf Anhieb so endlos perfekt –

 

 

Erschließung eines Menschen

durch seine Hand

geschlossenen Auges auf einer Decke auf dem Boden

 

 

unbekannte Lippen

berühren

seine Atmung, angenehm-kühle Haut

 

 

伝え

 

 

wartete am Ende ein Gesicht

tausend hochdifferenzierte Nerven

leuchtend fühlbar

das Täter-Gesicht

als sei es plump, habe irgendwie nur

aus einem Gedanken bestanden.

 

 

brüstete sich damit, sie

schwer verletzt zu haben.

 

 

Immer wenn ich in Papierkorb meines PCs gehe, sehe ich dein Bild. Es war mir jedoch wichtig, es im «Papierkorb« nicht zu löschen. Als ich dachte, es dort gelöscht zu haben, durchblitzte mich ein Moment der Panik, mit der ich selbst kaputt ging; so fühlte es sich an.

 

 

Auf der Rückfahrt

solches Himmelsschauspiel. Als habe ich noch immer nicht verstanden, dass wir im Universum leben und sonst nichts.

 

 

伝え

 

 

was ihm widerfuhr, es diente tatsächlich zwei Dingen: Buße und Weisheit.

Leben und Tod zu verstehen.

 

 

Was diejenige, die neben mir saß, sagte er, für schweren Atem hatte, wie viel Triebmasse     ahnbar.

 

 

Erschreckend, sagte sie, wie Menschen – sicher, auch ich – durchseucht sind von negativen Kognitionen. Schon bei kleinem Gang in Stadt hatte ich große Mühe, allen und allem gegenüber gut zu bleiben.

 

 

伝え

 

 

Tatsächlich besteht eine größte Aufgabe darin, sagte sie, sich nicht negativ infizieren zu lassen – 

 

 

Was es alles an ihr – Isabell – zu sehen gibt  .  .  .  großes Bedauern, sagte er, sie nicht näher schmecken zu dürfen.

 

 

Was regt sich in des Hauses Grund,

In den Gewölben tief?

-

(Justinus Kerner)

 

 

begann, mir Verblödung zu wünschen. Die Verblödung meiner Schmerzgeschichte. hat offenbar seinen Preis, verblöde dabei bis zu einem gewissen Grad mit. Oder?

 

 

Sanfter Regen im Juni. In die Luftwärme hinein, die jedes Frösteln vergessen ließ.

 

 

伝え

 

 

Sehe und ahne zuweilen, um nicht zu sagen oft, sagte er, Abruptheiten Jüngerer, über die ich auch so verfügte und gar nicht mehr mag.

 

 

Erinnerung daran, unter einem Wasserfall gestanden zu haben und    mit allem Fließen archaisch glücklich gewesen zu sein.

 

 

Wabi-Sabi
-
«Ursprünglich bedeutet Wabi sich elend, einsam und verloren zu fühlen. Dies wandelte sich zur Freude an der Herbheit des Einsam-Stillen. Aber erst in der Verbindung mit Sabi, alt sein, Patina zeigen, über Reife verfügen, entstand die eigentlich nicht übersetzbare Begriffseinheit, die den Maßstab der japanischen Kunstbewertung bildet. Nicht die offenkundige Schönheit ist das Höchste, sondern die verhüllte, nicht der unmittelbare Glanz der Sonne, sondern der gebrochene des Mondes. Der bemooste Fels, das grasbewachsene Strohdach, die knorrige Kiefer, der leicht berostete Teekessel, das und Ähnliches sind die Symbole dieses Schönheitsideals.«

 

 

伝え

 

 

Kam ihr so nah, sagte er, sog die Intensität ihres Körpergeruchs ein. Schwindelerregend und betörend.

 

 

Ich machte den Fehler, sagte sie, zurückzuschrecken, wenn Gravierendes entgegenkam; ich hätte mich – ungeachtet aller Urteile – weiter öffnen sollen.

 

 

beißt mit 91 oft noch in das Gras der Verbitterung - -

 

 

Beim Lektorat dieses Textes, sagte sie, seh ich genau, mit welchen Lieblosigkeiten ein Weltbild durchsetzt ist.

 

 

伝え

 

 

Das Einzige, worauf du dich – wenn überhaupt – fokussieren solltest, sind Achtsamkeit und Güte, liebevolle Achtsamkeit. Tust du das, ergibt sich alles andere ganz wie von selbst.

[…]

Einsgerichtetheit ist kein besonders gelungener Ausdruck. […]

Aggata bezieht sich also eher auf den Gipfel, den Höhepunkt, des Geistes, und weniger auf «Gerichtetheit«. Aggata bedeutet «ein wirklich gesammelter Geist«, und der einzige Fokus dabei ist die Glückseligkeit.

[…]

Bade im Glück deines Geistes!

-

Ajahn Brahm

 

 

Die ersten 15 Jahre meines Lebens wurde ich gar nicht mit Geld (-Knappheit) und Korruption konfrontiert. geriet dann in so genannte «Realität«, in der sich das eine aus dem andern ergab.

 

 

伝え

 

 

In der Selbsttötung befindet sich ein unbedingtester Wunsch, loszulassen.

 

 

Nicht bedient, nicht beachtet werden, sagte sie, gerade dann gilt es sich auf kleine Glücksstrahlung in sich selbst «zurückzuziehen«. Nichts weiter.

 

 

Die junge Bedienung im Bioladen, sagte er, schon ihr Haar, ihr ganzes Wesen atmet Großzügigkeit. An Kasse neben sich ältere Frau wie ein einziger durchbohrender Mord-Gedanke. Ich weiß, wie gefährlich und zerstörend, und sicher berechtigt, das ist. Gerade davon gilt es sich zu lösen.

 

 

伝え

 

 

Wie kann dem entgangen werden? Durch Nichtfokussierung.

 

 

Isabell; nun hat sie frei, ist noch paar Grade zauberhafter und erscheint wirklich gelöst. geglückte Existenz!

 

 

Ich stellte mir vor, sagte sie, dass jedes prekäre Erinnerungselement Greifarme hat. Ein gemeingefährliches Tier ist. So ähnlich ist es auch. Durch Nichtfokussierung, so das Ziel, sie – diese Greifarme – ins Leere laufen lassen. Als das mehr und mehr gelang, sah ich nochmals deutlicher, wie verstümmelt und behindert diese Greiffinger (Erinnerungen) sind.

 

 

伝え

 

 

Was dem Buch, das ich täglich mitführe, an Spuren zustößt.

 

 

Erinnerung daran, wie im Wasser ein Ball vor dir auftauchte. Eine junge Frau wie ein Hund vor dir erschien und die Arme zum Ballempfang gehoben hielt und dich dabei verschrägt angesehen, im Grunde nicht angesehen hatte.

 

 

Die Dichtung Michael Krügers: Personalisierung der dinglichen Welt. Anorganisches erhält menschliche Eigenschaften. Gedacht-erfühlte Heimatwelt.

 

 

伝え

 

 

Ich wirke, sagte sie, als sei ich zuweilen von sonderbarem Rauschgift durchsetzt. Es ist die wieder aufgestiegene Wunde.

 

 

In der Öffnung findet sich Freiheit, und die ist der beste Schutz.

 

Paritta.

 

 

Noch nie hatte ich in so liebevolle Augen geblickt, die mich durch und durch zu kennen schienen.

-

Anke Evertz

 

 

Kollektiv zugefügte Wunde. Wieder ist es, als stächen Nadel und Faden ins Bewusstsein, um es zu binden. Es näher – dabei verfälschend – an sich heranzuholen. Wieder gilt es, endlose Geduld aufzubringen

im Loslassen.

 

 

伝え

 

 

radikale Krankheitsnotate        (über Ingeborg Bachmann)

 

 

Dort lässt sich wohlfühlen, wo

keine Menschenfixierung

wirksam wird.

 

 

Als Berufstätigkeit zur Wunde wurde.

 

 

Das Tote in sich. Als lebte plötzlich alles wieder –

 

 

Erinnerung, mit wehendem Haar gewesen zu sein, flügelweit –

 

 

伝え

 

 

Das Wunderbare

des Erlebens

lässt sich nicht vermitteln

 

 

Ja, sagte sie, am Schrei eines Einzelnen vollzog ich alle nach.

 

 

Träumte in Nacht, sagte sie, dass ich meine Angst innig zu küssen begann und sie irgendwann    erlöste.

 

 

伝え

 

 

Die Absolutsetzung eines «spirituellen Meisters« und wofür er steht, sagte sie, und zugleich Absprechung eigener bestimmter Erfahrungen.

Was meldete sich da in mir?

Schwierigkeiten damit, wenn jemand nie kritisch betrachtet wird.

Und: Wenn Behauptungen darunter sind, die unangreifbar gemacht werden, und am allerwenigsten als «Behauptungen« überhaupt gekennzeichnet werden – sondern als absolute Erfahrungsrealität.

So zum Beispiel, dass es Gedanken und Gefühle gäbe außerhalb des Lebens eines Menschen.

Oder derjenige Gedanken lesen könne.

Für mich gehört beides zu etwas, von dessen Existenz ich nicht ausgehe und nicht ausgehen möchte.

Überdies gibt es respektable spirituelle Lehrer, die sowohl Gedanken jenseits von Leben und Tod als auch Gedankenlesen in dem Sinne für «Schwindel« oder sachlich gesagt für «nicht existent« halten.

Das alles ist eigentlich überhaupt «kein Problem«, sagte sie, wurde aber dann doch eines, als einfach behauptet wurde, dass ich nicht Teil habe an solchen «ausgedehnten Welten«, was ja sein kann, aber ohne auch nur im Geringsten zu wissen und zu ahnen bzw. zu erfragen, was in mir erlebt wurde und was nicht.

Dabei wird – auch von spirituellen Lehrern, die redliche und zuverlässige Äußerungen tätigen – auch so genannten «Laien« nicht abgesprochen, dass sie zum Beispiel ungewöhnlichste Lichterfahrungen gar bis hin zur Erleuchtung haben können.

Eine für mich wichtige Äußerung, weil sie mir völlig stimmig erscheint und niemanden ausschließt.

All das bedeutet auch, dass da eine völlig ungleiche Wertigkeit besteht. Auf der einen Seite ein spiritueller Lehrer, bei dem selbst banal anmutende Dinge «in den Himmel gelobt werden«, und auf der anderen Seite spontane Abwertung sowohl meiner Person als auch meiner Äußerung, wenn sie auch nur in die Nähe eines kritischen Aspektes gerät. Mit dem Zusatz, dass es weder um den spirituellen Lehrer noch um eine andere Person gehe. Letzteres kann und möchte ich nachvollziehen. Ja, es geht letztlich nicht um Persönlichkeit und Person.

Es geht mir auch nicht um meine Person.

Deswegen halte ich auch die Äußerung, dass eine Wunde von mir getroffen wurde, für nicht zutreffend.

Auch das halte ich eher für einen Bestandteil *unvorstellbarer Arroganz* und, bei aller Aufnahme von Vielfalt, Absolutsetzung einer Richtung; das war es, was etwas Ungutes in mir auslöste.

Dabei wäre ich fast in die Falle gegangen, dagegen anzureden, eine Falle deswegen, weil es ja nur die Kleinheit der eigenen Persona bestätigen würde.

Aber meine Kleinheit scheint sowieso festzustehen, sagte sie, und das hat eine machtvolle historische Tradition. So gibt es ja beispielsweise im Christentum – aber auch in tausend anderen Richtungen –, einmal so gesagt, entweder «Erleuchtete« oder «Abtrünnige«, also solche, die keine Ahnung haben und bestenfalls zu bekehren wären.

Nun habe auch ich einen steinigen und sehr langen Weg hinter mir, sagte sie. Und habe es durchaus selbst zu einer Meisterschaft gebracht darin, herauszufinden, was – um es so schlicht zu sagen – heilsam ist oder nicht.

Ich möchte diese Dinge keinesfalls jemandem überstülpen. Aber ich möchte auch nicht Teil einer Definitionsmacht werden, die vor meinen Überzeugungen nicht standhält. Dabei erkenne ich an, was jemand an Verdiensten in die Welt bringt oder nicht.

Für mich bleibt jedoch die Augenhöhe wichtig, dass einer nicht mehr ist als der andere.

 

 

伝え

 

 

inwiefern ist jemand befangen

oder sieht eher, was sich auch im anderen ereignet.

 

 

Erinnerung daran, im Sommer warme Zitronenlimo getrunken zu haben.

 

 

Im produktivsten Chaos. Nicht mehr wissen was gestern war. Nicht mehr wissen was morgen sein könnte. [Wie] durch ein Meer aus Liebe gezogen. In dir ertrunken. Und wieder erwacht. Wo steht der Kopf, was ist mit dem Tag? Nichts mehr wissen, nicht mehr weit denken können. Wohnung durchhäuft von verzehrten Speisen und anderem. Vertraut Gewesenes liegt nicht mehr an seinem Platz. Im Café nun allein, Lied mit der sensiblen Stimme von Neil Young, das einmal Hoffnung ausgelöst hatte. Als sei sie nun eingelöst, und doch ist, bleibt etwas sonderbar Irritierendes.

 

 

伝え

 

 

Dunkelheit und innere Stille nach dem Schlag. Kontaktkanal einfach abgebrochen. In diesem Zustand kurz Kommunikation. Verdunkelt und richtungslos.

 

 

Erinnerung daran, es nicht auszuhalten in sich unter anderen.

 

 

durchstochene Ich-Grenzen

 

 

Dass ein Gedanke

komplex aufgebaute Innensphäre

zerstören kann.

 

 

伝え

 

 

Tropfen auf einer Frucht

 

 

Dunkelheit und innere Stille nach dem Schlag. Aufkommen wilden Geräuschs. Quasi gezwungen werden, nachzuhören. Bzw. schwer, direkt da rauszugehen. Der Mensch hat ein Bedürfnis, mitzubekommen, was um ihn geschieht, zumal wenn er gemeint sein könnte . . . Längst gelingt es meistens, sagte sie. Doch wie oft war ich gebunden worden durch solchen Nachhall.

 

 

immer tiefer

zieht uns der schnee in sich hinein.

 

schritt vor schritt in den stapfen

wortlos wieder hinunter auf leisen

sohlen mit übervorsicht jetzt

-

Wulf Kirsten, junischnee

 

 

Auf das Nahliegendste nicht gekommen. Unwillige, Ferne erzeugende Sträubung. Im Raum steht nun, die eigne Doofheit zu respektieren. Nicht leicht unter solchen, die nur Verlierer zu sein fürchten oder Gewinner sein wollen.

 

 

伝え

 

 

Dissonanz bei Grundüberzeugungen. So sehr, sagte sie, dass das Herz für den andern wegging –

 

 

Plötzlich – durchstochen alle Grenzen – Wunden offen, sagte sie, und, als würden sie gekannt - - - ist nur nervliche Zuspitzung, intendierte Radikalkontaktverhinderung.

 

 

Wer ist an diesem Unglück schuld?

Ich sag den Namen nicht.

Schon halbertränkt, doch voll Geduld

blühn die Vergißmeinnicht.

-

Christine Lavant

 

 

Eintauchen der Geschlechter, sagte sie. Hier ist Präsenz, Sammlung, Fähigkeit gefordert.

 

 

伝え

 

 

Als ich merkte, was der eigentlich redet, sagte sie, erhielt er von mir keine Zustimmung mehr. Da konnte er sagen was er wollte.

 

 

Mein Weg ist nicht euer Weg, also kann ich euch nicht lehren. Der Weg ist in uns, nicht in Göttern, Lehren oder Gesetzen.

-

Carl Gustav Jung

 

 

Raum von Sinnlichkeit durchtränkt

 

 

Erweiterung der Selbstständigkeit, «Streichelmassagen«. Das Geld, sagte er, würde alles kaputtmachen. Lebe dafür in zu   reinem Gefühl und Herzen

 

 

伝え

 

 

wie leicht Kontakt zum Liebespartner ist wenn das Herz da ist.

wie schwer Kontakt zum Liebespartner ist wenn das Herz nicht da ist.

 

 

Wenn ich von dieser Tönung erfasst wurde, sagte sie, hatte ich im Grunde für nichts mehr Gefühl.

 

 

Auf einmal erschien alles so plastisch in der Stadt. Sonderbar intim, alles.

 

 

伝え

 

 

frische Blüten zerschellten an Betonmauer.

wenigstens aufgehoben durch Wahrnehmung in Liebe

 

 

Ich verlasse heut' Dein Herz
Verlasse Deine Liebe

Ich verlasse Deine Tränen
Verlasse was ich hab'

-

Lacrimosa

 

 

nein     aber es ereignen sich Momente, in denen ich ganz frei von allem und allen bin.

 

 

伝え

 

 

Erinnerung daran, sagte er, nachts Gesichtscreme aufgetragen zu haben. es in dieser Hinsicht noch besser mit mir gemeint zu haben.

 

 

Das meiste, was geschrieben wird, sagte sie, erscheint als narzisstischer Gruß an sich selbst.

 

 

Nicht einmal das Leben eines Wurmes war Ghatikara bereit aufs Spiel zu setzen. Ebenso wenig war er willens, seine Waren zu verkaufen. Stattdessen stellte er sie vor seiner Werkstatt auf eine Bank, die er mit einem Schild versah, auf dem stand: «Wer einen Topf möchte, nehme ihn sich bitte. Falls jemand etwas Reis mit Bohnen hinterlassen mag: bitte gern. Ich muss mich um meine Eltern kümmern.« Demnach verkaufte er seine Erzeugnisse nicht. Und verhielt sich wie wir im Kloster: kein Kaufen und Verkaufen, nur Spenden.

-

Ajahn Brahm

 

 

du kannst zu mir kommen wie du nachhause kommst.

 

 

anregender Friede

in einer Beziehung

 

 

so wunderbare Sonne durch deine Worte      gelangt in mich hinein

 

 

wie gut, wenn auch auf gute Erholungszeiten      zurückgegriffen werden kann.

 

 

伝え

 

 

wollen, dass es dem andern auf allen Ebenen gutgeht

 

 

so schön zu sehen, wie Freude in sich aufgebaut wird     

 

 

ein rest gnadenlosigkeit, der mich selbst bestürzte.

 

 

伝え

 

 

wie sehr sich Arroganz dgl. vorgeworfen werden kann.

wie erbarmenswürdig und bewegend die Wunden beider              als sie zum Ausbruch kamen und gezeigt wurden.

waren ganze Zeit zusammen, hatten sich aber im Grunde

falsch eingeschätzt.

 

 

Keinen inneren Schutzraum mehr hatte. Das war es für mich – bis heute.

 

 

伝え

 

 

Das Leben ist wie eine Busfahrt. Manchmal geht die Reise durch eine herrlich schöne Landschaft: mit prächtigen Gebirgsketten, hübschen Wasserfällen, sanften Weiden, auf denen friedliche Kühe grasen. So herrlich ist das alles, dass du am liebsten sagen würdest: «Stopp!«

[…]

Bei einer anderen Gelegenheit geht die Fahrt womöglich durch eine der Sondermülldeponien des Lebens, ein runtergekommenes Industriegelände mit Graffiti an den Wänden und gebrauchten Spritzen auf den Bürgersteigen. Du versuchst dem Busfahrer zuzurufen: «Hey! Hier ist es gefährlich und beängstigend und hässlich. Sieh zu, dass wir hier so schnell wie möglich wieder rauskommen.« Der Fahrer jedoch tritt auf die Bremse und hält an. So ist das Leben.

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Ajahn Brahm

 

 

Ich habe zurzeit nichts anderes zu tun als loszulassen, sagte sie. Und das tue ich.

 

 

Die Helligkeit ist endlich bereit,

sich dem Dunkel zu öffnen,

wie eine höhere Mechanik es befiehlt.

Vom Wald her höre ich

das trockene Husten der Rehe,

in der kupfernen Dämmerung

lösen die letzten Bindungen sich auf.

[…]

Die Erinnerung geht in Sprüngen,

damit ihre Füße nicht verbrennen.

-

Michael Krüger

 

 

Erinnerung daran, immer mal wieder auf bestimmten Satz zurückgekommen zu sein, bis er      scheinbar abgestanden oder «schwach bis nicht mehr aufschlussreich« wahrgenommen wurde.

 

 

伝え

 

 

Erinnerung daran, das Fenster nachts geöffnet und massige Dunkelheit wahrgenommen zu haben.

 

 

Und Erinnerung daran, als Kind mit voller Kraft ein tiefes Loch in den locker gefügten Boden gebuddelt zu haben.

 

 

Ein so angeregter und anregender Mensch, sagte sie, aber wenn er nach draußen geht, wird er von einem Gedanken mit der Steifheit eines Felsbrockens bestimmt, der überdies nicht in seinen Kopf zu passen scheint. So wirkt die ganze Erscheinung eckig, gestresst und aufnahme-unfähig.

 

 

伝え

 

 

Jetzt, da wir nicht mehr zusammen sind, beschäftige ich mich noch ganz anders mit dir.

 

 

es auf einmal völlig leid zu sein, sagte sie, was da an Menschen draußen herumläuft.

 

 

Erinnerung an Freude in der Kindheit   als im Urlaub der Strand leicht zugänglich war.

 

 

Auf einmal ist es, sagte sie, als sehne ich mich nach Moder, Fäulnis, Verdorbenheit. Aber in Wahrheit möchte ich nur dem, was gerade da ist, entgehn.

 

 

伝え

 

 

Die ganze Sterbebranche, so nötig Diesbezügliches erscheint, sagte sie, kotzt mich an. Wie kann jemand den ganzen Tag etwa mit Totenkleidung umgehen – in einziger Absicht, Geld dafür zu erhalten. Dass er sich angeblich dafür interessiere, dient nur dem Zweck der Verschleierung. Verschleiert wird, mit was für einer miesen Existenzform man es eigentlich zu tun hat.

 

 

Ich interessiere mich gar nicht für die Waren, sagte K., sondern eher für Fragen wie, welche Unterhose die Verkäuferin anhaben mag und ob sie sich in ihrer nicht einsehbaren Kleidung – in welcher Weise – wohlfühlt?

 

 

Letztlich hatte ich alles, was mir zugestoßen war, als Kopfgeburten zu entlarven, sagte sie, und somit wurde absolute Verantwortung auf mich übertragen. Heißt auch, Selbstbestimmung. Alle andern – darunter manches Schwein, mancher Verursacher und kräftige Mithelfer – waren damit raus. So mager fällt das aus. Nachdem ein Leben darunter gelitten wurde.

Zu seinem Schutz; für sein Leben.

 

 

伝え

 

 

Erinnerung daran, beim Tauchen – mit einem Schlag – viel zu viel Meerwasser in Nase bekommen zu haben. Und das erste Mal Kraft, Geruch und Übermacht des Meeres an sich selbst verspürt bekommen zu haben.

 

 

über viele Jahre waren sie sich nicht einmal nahe gekommen – im Sinne von bewegend. Jetzt, überraschend in Mundnähe und solcher Besonnenheit, einfaches «Hallo«. Und nun ist die Situation eine andere.

 

 

伝え

 

 

Diese Situation, sagte sie, sie wäre ja zu nennen; rolle also immer wieder daraufhin zurück, da, wo üblicherweise, nicht bei mir, etwas richtungsweise Gutes eingetragen wird.

 

 

Lungenkrebs habe er, im letzten Stadium, 52 Jahre, kannte ihn ja, sensibler Junge, hatte nie geraucht; er muss in furchtbarer Weise bei etwas keine Luft in seinem Leben bekommen haben ?

 

 

伝え

 

 

Die Scheiße bleibt ja, sagte sie, ich kann mich immer neu zu Tode schämen.

 

 

mitten in der Nacht wurde ich auf so seltsame Weise am Zeh berührt, als wärst du da

 

 

Ja, du bist wehrlos, jedoch gegenüber Friedfertigkeit und Weisheit. Was einfach fantastisch ist!

Friedfertig sind wir nicht gern, weil wir Angst haben. Weise sind wir nicht gern, weil wir nicht wissen, welche Folgen dies für uns haben kann. Viel lieber würden wir in unserer Komfortzone bleiben, in der uns alles vertraut ist. Gefängnisinsassen geht es ganz ähnlich. Kündigt man ihnen ihre baldige Entlassung an, wollen sie den Knast nicht verlassen. Dort fühlen sie sich zu Hause, wohlig aufgehoben. Und würden deshalb lieber bleiben als frei zu sein – genau wie wir auch.

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Ajahn Brahm

 

 

Ich glaube das Irre bei ihr ist, sagte sie, dass sie alles nur von ihrem Standort aus beurteilt und dabei nicht im Feedback ist; der andre hat zwar wichtige Funktionen, aber ist doch eher ein Zwiegespräch mit sich selbst.

 

 

Seine Überzeugungen im Hintergrund sind nicht transparent, sagte er. Wenn etwas kollidiert, wenn man da Entgegenkommen wollte, hätte man es nur mit unbegehbaren, widrigsten Pfaden zu tun, die furchtbar anstrengen und überdies unergiebig sind.

 

 

伝え

 

 

so starkes Tier und sein Raum in der Natur. Seit hunderttausenden Jahren fortgepflanzt. Tier auf Tier in dieser Reihe hatte sein Feld, seine Freiheit, seine Angst, seine Sexualität, eben seinen Raum. Tier auf Tier hatte unterzugehen. Nochmals von daher zu ermessen, was es wert sein kann, das       selbst geäußerte Wort.

 

 

Treibstoff für Unzufriedenheit ist der Gedanke, das Glück sei irgendwo anders, die Erleuchtung fände nicht genau dort statt, wo du bereits bist.

[…]

Also: Wo möchtest du sein? Genau da, wo du gerade bist? Wenn nicht, sprechen wir von Unzufriedenheit.

Wie du dieses Problem lösen kannst? Indem du deine Vorstellung von dem, wo du hingelangen willst, veränderst: «Ich möchte nirgendwo anders sein als hier, auf dieser Unterlage, mit meinem dummen, ruhelosen, dumpfen Geist, der überall und nirgends ist. Einfach nur hier sein möchte ich.« Dann herrscht keinerlei Unzufriedenheit mehr. Bist du zufrieden, hundertprozentig zufrieden, werden zu deiner Überraschung Ruhelosigkeit sowie Träg- und Dumpfheit einfach verschwinden.

Zufriedenheit mit dem, was und wo du bist – das heißt es, Frieden zu schließen. Hier sein, ohne sich woandershin zu wünschen, weil das deiner Wirklichkeit gegenüber unredlich wäre. Sei einfach hier […] dann folgst du dem Pfad des Buddha und wirst bald erleuchtet werden. Gib diese Diskrepanz zwischen dem, wo du bist und dem, wo du hin willst, einfach auf, lass von jeglicher Separierung ab.

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Ajahn Brahm

 

 

 

 

伝え

 

 

 

 

ja, verscheuche auch keine Angst, bleib damit

 

hier

 

 

Ich war glücklich mit allem, sagte sie. Bis ich gefragt wurde, wie es mir gehe. Die Worte, die an mich gerichtet wurden, waren viel zu sehr im Kopf; die Hörbereitschaft, das war gleich spürbar, im Grunde nicht vorhanden.

 

 

So überaus wesentlich, keinem schlechten Resonanzraum ausgesetzt zu sein.

 

 

bleib solange in der Angst, in der Irrnis, bis sie von selbst geht.

nicht-wohlgesonnene Zeugen, lass sie einfach sein was sie sind.

 

Bleib jetzt hier

 

 

伝え

 

 

Auch ich habe schon getäuscht, sagte sie. Und zwar so, dass Emotionen einer Echtheit nachempfunden wurden; ganz tückisch. Da ich als «echt« galt und dies auch im Bemühen oder tatsächlich war, ging es durch. Heute halte ich davon nichts mehr, es nähme nur etwas von sich.

 

 

Warum wirst du sauer? Weil es auch Freude macht, sauer zu werden. Denk nur mal an jemanden, der dir wehgetan hat: «Dieser Doofmann, das hätte er mal lieber nicht getan!« Da bekommst du das Gefühl, lebendig zu sein. Deshalb also macht Sauerwerden auch Freude.

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Ajahn Brahm

 

 

Hochsommertemperatur. ist so jung, sagte er, und hat nun Gesicht, Schulter, Arme, Hals bis auf die Brustspitzen frei. *Homogen schöne Haut*. Sitzt draußen und kann von allen drinnen betrachtet werden. Eine Haarsträhne fällt lang an ihrem Gesicht vorbei und wird von leicht aufkommendem Wind verspielt.

 

 

伝え

 

 

Erinnerung daran, Wasser in einem Bach «rennen« zu sehn.

 

 

Welcher Ausweg sich bietet? Ich habe ihn schon genannt: Er liegt im gewissenhaften, weisen Abwägen von Belohnung und Gefahr – in einer realistischen Weltsicht. So übernimmst du ein wenig mehr Kontrolle über dein Leben, und zwar in einem guten Sinn: Du willst keinen Pfad einschlagen, der in der Gefahr mündet, und diese Freiheit erhältst du einfach dadurch, dass es dir bewusst wird. Dieses Wissen ist der Ausweg.

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Ajahn Brahm

 

 

Die «Figuren« der Peinlichkeit. Was lauert an deren Ende? Das Urteil. Das Urteil gegen sich. Abweichung. Abweichungsgrad. Hier wird Sensibilität zur Falle. Der Ausweg? Echt zu bejahen.

 

 

伝え

 

 

Ich nenne es Umspülungsenergie, sagte sie. Besonders dann, wenn mich etwas bedroht, beginnt mich etwas zu umspülen wie das Meer eine hartnäckige Ruine. Je nach Bedrohung brauche ich mehr oder weniger Umspülung. Das setzt inzwischen ein ohne Gedanken-Anstoß. Diese Umspülung ist nichts anderes als mein Leben.

 

 

ja ich versuche jetzt mit aller Macht, wenn auch gerade sie fehl am Platze ist, sagte sie, mich in mir selbst wohlzufühlen. Nicht mehr zu flüchten. Hier     zu bleiben.

 

 

Willst du mehr, kannst du dich dessen, was du bereits hast, nicht erfreuen

[…]

Wer nichts will, nicht einmal von seiner Meditation, kann sich an allem erfreuen.

-

Ajahn Brahm

 

 

Es umspült in dir nun den untersten Halm. Und versucht auch, menschentrennende Erregung herauszuspülen.

 

 

伝え

 

 

Kommt aus dem Meer. So geschützt und harmonisch nach dem Schwimmen.

 

 

In dieser Hitze. Irgendwie, sagte sie, bleiben «die dümmsten Leute« vor mir stehn und entfernen sich nicht mehr. Bereiten nichts als Mühe, sie nicht als Ärgernis zu interpretieren.

 

 

Erinnerung daran, das erste Mal mit der Familie ein Tretboot ausgeliehen zu haben. Unheimlich erschien es, so viel Wasser überbrücken zu müssen, bis ich auf dem Boot stand, das dann kräftig schaukelte. Auch bei der Entfernung vom Ufer war ich nicht ohne Ängstlichkeit.

 

 

Erinnerung, in der Kindheit das erste Mal rostigen Kahn in abgelegenem Flussarm stehen gesehn zu haben. So bewegungslos, abgestanden, funktionslos. Und es dämmerte etwas von weit her herauf – die trübe Geschichte der Menschheit betreffend.

 

 

Augen haben, sagte sie, in denen jemand bleiben möchte.

 

 

Angst macht

glatt, schnell, aufenthaltslos.

 

 

伝え

 

 

Wenn diese Verknüpfung in mir zustande kommt, sagte sie, ist alles jenseits: Erholung, Besonnenheit, richtige Einstellung.

 

 

Wenn ich eingebrochen bin und nicht einsehe schnell zu machen, sagte sie, tauch ich immer weiter in Verlangsamung; aber nun in einen Zustand, der als «schlecht« bezeichnet werden könnte; das kann zur Belastung von andren und sich selbst führen. Eintauchen und Expression – dahinter steht der Mangel – werden dann zunehmend ungehöriger.

 

 

Sie kam vom Bahngleis, sagte er, ich durchschritt die Bahnhofshalle. Es war ein Gespräch mit den Augen, während entgegengeschritten wurde. Keiner hielt. Ich weiß nicht was gesagt wurde, aber es war aus tief Verborgenem.

 

 

伝え

 

 

Das Bedürfnis, sagte er, mit dem ganzen Krempel, der mich umtreibt, unterzugehen. Und nicht einfach tot zu sein  –

 

 

Ihr «Danke« klang so sehr in ihr Inneres hinein, sagte sie, während ich kein schöner Resonanzraum ihr in dem Moment sein konnte.

 

 

Kontakt, der in der vorderen Hirnregion steckenbleibt, völlig unergiebig.

 

 

Erinnerung daran, sagte sie, nichts als von außen beobachtet worden zu sein, mit feststehendem Urteil, ohne Anklang von nur etwas Liebevollem. Und das über einen sehr langen Zeitraum.

 

 

Ich hörte dann, sagte sie, dass die sich in der Familie schon bekriegt hatten, Art von Mobbing da schon normal war.

So wurden die losgelassen, auf Schule und Ausbildung.

 

 

伝え

 

 

Auf dem Weg zum Wahrnehmungsziel wurde es spitz und blind und ebenso zurückgespiegelt. Quellwasser soll da sein, rund und angenehm.

 

 

Saß auf einer Bank. Es hielt ein Wagen direkt vor mir, sagte sie, kein Grund ersichtlich. Sah nicht auf, machte, was für mich zu tun war. Als würde die allernegativste Identität vom Wagen aus in mich hineingesehen. So wie bei Menschen in Diktaturen, die schon einmal geholt wurden.

 

 

伝え

 

 

Es war da vielleicht eine größere Dosis Kitsch, es war da was weiß ich, aber sah damit seelenvoller in die Welt.

 

 

Erinnerung daran, als Werte und Geschmack noch nicht so stimmten, jedenfalls nicht durchgängig; es immer mal wieder umschlug in Leere, Langweile und in Verzweiflung darüber, dass irgendetwas nicht stimmte aber nicht greifbar war.

 

 

plötzlich gingst du mit allem wieder ganz weich und spielerisch um

 

 

morgens in der Sonne auf dem Rücken liegen und dem Tanz winziger Staubkörner zusehen. Ein Mikro-Kosmos

 

 

伝え

 

 

Doch solange noch ein Rest von Vorlieben oder Abneigungen existiert, ist die Wahrheit verbogen.

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Ajahn Brahm

 

 

wir alle tragen Spuren vollidiotischen Verhaltens in uns, das viel kaputt machte.

 

 

Da «hockt das Unglück mit den tausend Augen,

die alles sehn, auch das, was es nicht gibt«

-

Michael Krüger

 

 

Als würde sich unter diesem Einfluss Wahrnehmung zu Angriffsspitzen formieren, sagte sie, ich darf dann offenbar nicht ansehen, keine Fokussierung vornehmen, bzw. wenn ich es tu, geht so gar keine Wärme von mir aus.

 

 

伝え

 

 

Als versinke Wahrnehmung nun immerzu, nicht selten hält sich kein Mensch mehr darin auf, sagte er, angreifbar für Puthujjanas. Immer weniger jeweiligen Erwartungen entsprechen. Ich meine, gar nicht. Immer freier dafür werden, sich das Innere so einzurichten, wie es behagt.

Je mehr das Bild von mir weiter zusammenstürzt, desto besser.

 

 

Ein «Doppel-T« im Wort hat so seine Geschwindigkeit, sagte sie.

 

 

Nicht nur Entzündungen in der Psyche, sagte sie, auch an der Haut, in Organen, in der Nase, «Der Begriff 'Neurodermitis' leitet sich aus dem Griechischem ab (Neuron = Nerv, Derma = Haut und die Endung '-itis' als Kennzeichen für einen Entzündungsprozess). Er stammt noch aus einer Zeit, als vermutet wurde, dass eine Entzündung der Nerven im Zusammenhang mit den Hautveränderungen stehe. Obwohl inzwischen bekannt ist, dass dies nicht korrekt ist, ist die Bezeichnung 'Neurodermitis' noch immer stärker gebräuchlich als die von Medizinern bevorzugten Begriffe 'atopische Dermatitis' oder 'atopisches Ekzem'«.

 

 

Identitätsdeutlichkeit wird dann zum Problem, sagte er, wenn jeweilige Identitätselemente problematisch-überstülpend verwendet werden.

 

 

伝え

 

 

Es gibt nicht nur schwarze aufgeladene Energie im Universum, sagte sie, sondern auch in sich selbst.

 

 

Es ist ein so wundervolles Gefühl zu spüren, dass alles im Kopfe und Körper davonrieselt, man einfach nicht mehr da ist, und dennoch wahrnimmt.

Anhaftungen der schwereren Art, die es loszuwerden gilt, sind: 1 starke Abwertungen, 2 Erwartungen in Kombination mit Arroganz und sich drüberstellendem Urteil, die Lebensform und Existenz betreffend. Weltbild-Überzeugungen. Hier bin ich ja, sagte er, in einer kaum unterstützten Position. Je nach sozialem Radius, dem ich ausgesetzt wäre. Hier gilt es, nicht mehr alten Resten der Entsprechung entgegenzukommen (sie haben nie etwas gebracht). Sondern weiter durchzurieseln, in Richtung richtungsloser, sich erfüllender Freiheit, selbst wenn man für verrückt gehalten wird! Denn: Wer auch immer etwas über dich hervorbringt, es hat nahezu immer nichts mit dir zu tun. Auch das Ende der Arroganz kann bedacht werden: eben noch in Gestalt einer Frau, die nach schwerem Schlaganfall durch Fußgängerzone geführt wurde. Nicht erkennbar, ob und was sie erkennt.

 

 

伝え

 

 

Wer es nötig hat in der Weise zu flüchten, sagte sie, betrügt vor allem seinen Lebensmoment.

 

 

Wie lange es brauchte, Jugend zu verstehen.

 

 

Und schließlich gilt all das auch einer gewissen Sicherheit, sagte sie, die ich ab einem bestimmten Datum meiner Biografie nicht mehr verspüren durfte.

All die gängigen Formen und sozialen Umgangsweisen boten keine echte Sicherheit.

 

 

hat einen ganz weichen Atem

 

 

Ganz wichtig, sagte sie, Verhaltensweisen und Dingen, die man wirklich nicht will, nicht mehr entgegenzukommen.

 

 

伝え

 

 

«Den kranken Körper zur Schau gestellt«

 

 

Die Funktion des schärfsten Urteils gegen mich, sagte sie, ist, dass es genutzt werden kann dafür, im Innern seine Ruhe vor solchen und anderen Auswüchsen zu beschließen.

 

 

Erinnerung daran, das erste Mal Zeitungspapier angezündet zu haben, und dem gleich gefährlich werdenden Wucher und vereinnahmenden Geruch

so nah gegenübergestanden zu haben.

 

 

伝え

 

 

«Und jetzt?

So tun, als hätten

wir uns nie gekannt?«

 

 

So viel Sommerstimmung. junge Frau hält altem Mann, der gefallen war, ein blutstillendes Papiertaschentuch ans Ohr.

 

 

der heutige tag

einer wie die meisten

kann wie jeder

nicht ohne alles gewesen sein

-

ernst jandl

 

 

伝え

 

 

Als ich noch nicht separiert war, war ich mit ganzer Welt verbunden. Ein so voller leichter Strom. Wenn auch ungeprüft –

 

 

Auch das Fremdeste (also: fremdeste Regionen einer Wunde) galt es sich vertraut zu machen. Um – damit leben zu können.

 

 

Traum; ruderte mit meinen Armen in deinem Auge

 

 

Es ist niemals sein Problem, ihr Problem

oder mein Problem, es ist immer unser Problem.

Wir sitzen im selben Boot. So löst man das Problem.

-

Ajahn Brahm

 

 

伝え

 

 

Grund rigider Selbstverurteilung war

energetisches Separiertwerden

im Angesicht des andern.

 

 

Ich (er-)fand, sagte er, alle möglichen Qualen

bei diesem energetischen Separiertwerden.

 

 

Einsicht ist das, was der Weisheit und der Willenskraft zugrunde liegt, die man benötigt, um in die richtige Richtung zu gehen.

-

Ayya Khema

 

 

伝え

 

 

Es war nicht selten sehr aufgeregt in der Familie, sagte sie, daher habe ich wohl zuweilen solche Mühe, es nicht zu sein.

 

 

Zu alt, sagte der Arzt, es baue sich da nichts mehr in ihm auf.

 

 

in der Nacht vor Feiertag

so wie es vulkanische Ausbrüche im Universum gab, gibt, geben wird

abrupte Entladungen von Menschen.

 

 

Verabschiedung in einem resonanztoten Feld. kann Erleichterung sein.

 

 

伝え

 

 

Das Übel war die Separierung. Quasi gezwungen worden zu sein, sich zu separieren. Segen war die Separierung. In ihr habe ich alles gelernt, was ich für mein Leben brauche. Habe ich mein Leben kennen gelernt. Auch alle Angst wuchs in ihr unmäßig. Es ist Zeit, sie wenigstens im Bewusstsein wieder aufzugeben.