210

 

 

Der Engel meiner Jugend

jenseits von

Einbildung und Imagination ?

fühlte, bemerkte

wie er mit 21, 22

ging

 

 

wenn etwas so absorbieren

kann

dass die eigene Stimme

nicht mehr kenntlich wird

 

 

ein ganzes Mädchen verliebt

was das für ein Gebiet

ist

 

 

Klärungsresonanz

 

 

stark im gemeinsamen Analysieren

 

 

zutiefst anerkennendes Schweigen

ohne Kommentar

 

 

«kenne ihn von allen Menschen am besten»

 

 

gesamte Menschheit in sich

auf Augenhöhe –

 

 

ihr Körper als Wohltat bereits

in

deinen gewachsen

 

 

so viel Liebe im Herzen

doch ein Blick

wie Strom auf seinem Weg zum Ziel

 

unterbrochen wird

 

 

Beteigeuze

tausendfacher Durchmesser unsrer Sonne

zehntausendmal so große Leuchtkraft

Zukunft als Supernova

 

 

als hallte es von allen Seiten

sich drehte

in diesem Schwindel, in diesem Taumel

 

 

als Jugendliche

sei sie sehr in Breite gegangen

sehr verliebt in ihn gewesen

(ihre Arme um Hals eines Jungen

knapp über Schwelle von Pubertät)

sie «in allen Öffnungen hätte besuchen können»

 

 

das Wort «abgrenzen»

ab grenzen

 

 

widrige Kindheit Jugend

doch «rausgekommen»

richtungsweise passende Früh-Berufsidentität

kann nun «alles» benennen   

grundlegend intakt in den Öffnungen

 

jener kam ungleich besser in Familie hinein

doch kam etwas, das                 noch heute

«zu viel» Scham erzeugt, um es

zu erzählen, zu vermitteln

 

lauter Sachen aus jener Zeit, die

überhaupt gar nicht mehr passen

im Radius spezifischer Scham

zu sehr runterziehen

 

von daher absolut einsam

und wie intakt

in den Öffnungen?

 

 

mir stehen in jeder Beziehung, sagte er, die gleichen Peinlichkeiten bevor.

 

 

Ganz begreifen werden wir uns nie, aber wir werden und können uns weit mehr als begreifen.

-

Novalis

 

 

 

Handinnerflächenstreicheln

 

 

hielt seine Hand gegen ihren Atem

fühlte so die

Körperlichkeit ihrer Worte

Lippenbewegung und Atemausfahrt

 

 

immer tiefer in Poren

Fleisch und

Wesen

 

 

Augen so nach innen, nicht wirklich offen, verletzt

 

 

211

 

 

wie die Beziehung

bereits überformt hat

 

 

schon als Baby, eigene Art

glücklich zu sein

 

 

liebe ihn ebenso wie ich die Beziehung für aussichtslos halte

 

 

Handy-Telefonat

kein Tschüs, keine Emotion zu viel –

 

 

wie viel hält sie aus, sagte er, sodass ich noch

ihr Freund bin –

 

 

im

Konflikt schneidende Kälte

und Kürze –

 

 

bei Kälte

. . . docken die unkontrollierbaren Eindrücke

nur am Trauma an – treiben in Verwirrung

 

 

in Dichtungen wie in dir – alles

viel sanfter, viel milder

 

 

als ich einst im Grunde nicht wusste

WO ich mich aufhielt

wer

dieses «wo» bestimmte

 

 

das Los der Lächerlichkeit

-

Ulrich Schödlbauer

 

 

sich nur in einen Raum hinein entfalten wollen, der

 

umfassend

Aufnahmeraum ist

 

 

ihre Stimmung jetzt ganz abgründige

Strömung, in der ich keinen

Platz mehr habe

 

 

im Grunde geht man ständig in die Irre durch Perspektive – durch

Bildung von Gefühlen und Einstellungen zu etwas.

in manchem Abgleich stellt sich das heraus.

 

 

wenn in jedem Moment Entsetzen lauert, weil

der Name gefälscht wurde – auf ein singuläres Entsetzen hin.

 

 

Die ganz große Flut – das sind

Lockermassen ALL DESSEN, was

in einem – wie allen – war und ist

 

 

Wenn du so in allem andern bist und nicht mehr bei mir,

fürchte ich mich – platze im Allerdunkelsten auf

Und ganz grell dann, wenn wir uns beginnen

du mich ansiehst. Jede Sicherheit über

Bord wie in einem Meer, in dem man

gleich ertrinken kann

 

 

er so leis

sie im Lustlachen

andern gegenüber

 

 

Das obige Bild zeigt den Aufbau unserer Aura (griech. «Lufthauch»). Sie umgibt uns wie eine Hülle und besteht aus mehreren Schichten. […] Die Aufgabe der Aura besteht darin, die in uns einströmende Lebensenergie zu fassen und in Bahnen zu lenken.

(Armin Priester)

 

 

212

 

 

so entscheidend, in Liebe und Sexualität

Selbst-Hingabe

mit der Hingabe an den andern

geschieht

 

 

so schön die Liebe

wenn der andre ganz

respektiert werden kann

 

 

so verlangsamt, so bewusst

 

 

Aura-Weite – den andern über weite Distanz spüren

 

 

ist jetzt sogar eine Liebe, die

im Weiteren zur Geburt

danach und noch danach

zu bekommen gewesen wäre

 

 

Alles Schreiben hatte den Sinn, in diese Liebe jetzt aufzuspringen

alles Schreiben und alles

hatte sich danach gesehnt

 

 

Einen Menschen wirklich willkommen heißen

 

 

momentweise die Furcht

vor dem andern

überwunden

 

 

kaum mehr eigene Luft bekommen

 

 

Eltern sie großgezogen

aber er

bekomme jetzt alle Früchte

 

 

Körperfrüchte

Wesensfrüchte

Einheitsfrüchte

 

 

213

 

 

ihre Art der Schönheit in der Öffnung

 

 

wie identitätsvoll sie deinen Namen sagte

 

 

Ich lebe gern mit dir zusammen      

 

 

so frisch und erfrischend   

spontanes Lachen und Lächeln

 

 

als er immer lauter ihren Namen durch die geschlossene Scheibe rief

 

 

einen Anhaltspunkt hab ich noch, nach dir zu gucken

wann zuletzt online     du dich dort einwähltest

mehr nicht

verzweifelt 

 

 

ein Blick, der Männern viel verspricht

 

 

hingegen: «Wenn du mir nicht passt, kannst du gleich wieder gehn»

 

 

ein Blick, der signalisiert, «es ist

alles  .  .  möglich»

 

 

weibliches Geschlecht

als

Ungeheuerliches

 

 

ent-wickeln

 

 

als sei alles im Kontakt plötzlich an straffe Drähte gespannt

 

 

sich bei der Identität

des andern

sicher fühlen

 

 

auch Sexualität keine Heimat

obwohl man daraus entstand

hängt ab von –

 

 

Als Frau, sagte sie, kannst du innerhalb einer halben Stunde Sex haben.

 

 

das Wort «Selbstermächtigung»

 

 

so lustvoll-weiblich lachen wie es

kein Mann kann

 

 

ganz wieder dahin kommen: dich und deine Situation zu respektieren

 

 

die langsame Geburt eines Gesichts

[...]

daß Zeit in ihren Zimmern

sich sammelt

[...]

versteht, ohne zu verstehen

-

Walter Helmut Fritz

 

 

inwiefern kannst du dich ihr gegenüber abgrenzen?

 

 

Gleis (kein Bahnhof). Aus Menschenlosigkeit auf ersten Menschen zugehn

so vorsichtig hätte es einst

geschehen sollen

 

 

nahm mehr von ihr an mir wahr als von mir selbst

 

 

noch in Reichweite. Noch

kannst du sie

berühren

 

 

Luft-Atem-Spannung

im

Dauerkusse

 

 

Atem

in

Atem

 

 

süße Sphäre zweier Münder

so

nah

 

 

Schreie im Orgasmus nicht unähnlich dem Kind, das sie

zur Welt bringen kann

 

 

was für eine Verletzung?

eine Auraverletzung

 

 

verständlich, dass dann mit jedem Geräusch

das Schlimmste erschien

 

 

 

 

. . . einen Adressaten zu haben, bei dem die Dinge ankamen und zu besprochenen wurden.

-

Ulrich Schoedlbauer

 

 

 

 

man will den Lernwert davon

zugleich die Schmach, von dem er ausging, tilgen

so ist der Mensch

 

 

Die dünne Luft ist die Reflexion

[...]

das alte Motiv des Sehend-Werdens, das mit dem Entsetzen einhergeht.

-

Ulrich Schoedlbauer

 

 

«mit jedem ist es anders»

 

 

Mundhöhle        Zunge           Zähne

 

 

Zungenfeuchtigkeit überall

 

 

Wohnung über sich – in der (nichts als) verbal

geplänkelt

bedroht wird

 

 

Dass ich beruflich nicht etwas lernte, sagte er, was mir richtungsweise nur etwas Freude machte, wofür ich

aufmerksam sein konnte.

 

 

nach nicht mehr ordbaren Wirrungen an eine Person geraten, die

neue gute Richtung gibt. Wenn so interpretiert wird. Real bzw. in Auswirkungen war es so

nicht

 

 

irgendwo unbekannt gewesen sein

ohne zu wissen wie da raus

= Abenteuer

gibt Anderwelt

 

 

versuchte es jedes Mal so oder ähnlich – brachte nicht Intelligenz (oder was?) auf, sich gleich rauszulösen

 

diese x Versuche (relativer Dummheit) respektieren

 

 

Mein Leid

[...]

möchte sich weder bemühen

noch bemüht wissen.

-

Ulrich Schödlbauer

 

 

Zunge und Feuchtigkeit in

totaler erotischer Zuwendung    

an sich erleben

 

 

«ich bin ein Meerestier»

 

 

ihre kohärenten Welten

 

 

214

 

 

Fußgängerzone. Schaurige Deformationen

 

 

mit so viel innerer Weite zu sehen, wie sich jemand vor sich selbst verengt

 

 

DER MOMENT, in dem alle Ordnung und Schönheit und gut gemeinte Richtung fährt. In dem gelandet wird in der Art eines zerschlagenen Instruments

 

Die «äußere» Entsprechung: Anrichtungen, durch die Zeiten, einer Horde

 

 

DER MOMENT, in dem etwas am andern Lust macht, Eintritt

begehrt wird

 

 

gespiegeltes, noch

verträntes Auge, ein braunes,

gleitendes Tier, das einen Lidschlag lang

innehält, bevor es verschwindet

ohne Wiederkehr.

-

Ulrich Schödlbauer, Frühstück im Freien

 

 

schon am nächsten Tag, nach so viel Intensität zu zweit, sagte er, sexuellen Hunger «auf andere»

 

 

 

Alles in seinem Bewusstsein ist bereits

ebenso aufmerksam wahrgenommen wie entfallen.

Auch das, was

noch kommen wird.

 

 

 

weibliche Jugendliche, sagte er, so breite Ärsche, viel Akne, viel Füllungswunsch, bezüglich Sexualität und Essen. Viel minderer Wert empfunden, viel Kontakt- und Kohärenzwunsch, schließlich das Kind

 

Halt inne und bedenke! Das Leben ist nur ein Tag; ein zerbrechlicher Tautropfen auf seinem gefährlichen Weg aus dem Baumwipfel.

-
John Keats

 

 

Unterschwellig läuft vor allem eine Frage:

 

 

 

 

Wie viel tue ich demjenigen an, den ich einmal

so sehr geliebt habe (und weiterhin liebe)?

 

 

 

 

Ich hatte und habe keine für alle wohltuende Antwort darauf, das ist

die zehrende Wahrheit.

 

Die ANTWORT – neue Richtung – hätte überzeugend zu sein.

 

 

 

 

was du ihr gegenüber anwandtest

jedenfalls drehte es sich so:

Liebe und Eros als zerstörerische Energie

 

 

 

 

ein Mensch gestorben, den du seit deinem achten Lebensjahr kennst

im

Familien-Sein eine Rolle einnahm

 

 

 

 

+

 

 

 

 

diese Freundschaft zu ihr, ein stetig heller Stern

 

 

+

 

 

'unglaublich', was für ein Kosmos der Zärtlichkeit entsteht, wie lösend, ja 'erlösend' diese Berührungen mit dir sind

 

 

+

 

 

Tanz      die Ahnenreihe heilen

 

- ebenso da wie 'entrückt', um

heilen zu können

 

 

den Namen des andern in großer Bewegtheit sagen

plötzlich erschien die volle Identität unter Tränen

 

 

. . . ich denke, wir gehen verwandte wie aber auch sehr unterschiedliche Wege, haben unterschiedliche Aufgaben, können uns aber, wie lang die Abstände auch sind, jederzeit in beiderseitigem Reichtum berühren

 

 

Berührung von

 

Stirn – Herz – Geschlecht

 

 

  • eine Handberührung nur, sofort drin gewesen
  • so verlangsamt, schöner als im Traum

 

 

  • in
  • innigster Umarmung

 

 

die begrenzten «Figuren» der Vergangenheit in sich

getanzt

 

 

  • «so unsicher hab ich dich noch nie erlebt»
  • Sicherheit Gewissheit       zutiefst erfühlte Vertrauensräume

 

  • Vorstellung von
  • Totalabwertung im Zusammenschluss die Wunde       wiedererzeugt

 

  • so raumlos fremd sich verhielt
  • ohne die Identität beiderseitiger Liebe                 im Blick

 

  • so lange gebraucht, langsam zu urteilen

 

  • «innere Mauern hochziehen .  .»
    • zum besten Kennzeichen deiner Situation gehört
    • das nicht zu müssen, nicht zu machen

 

  • ÜBER innere Integration des Ungeliebtesten
  • verläuft Kontaktqualität

 

  • Fremdheitsfelder
  • in
  • Vertrauensfelder

ver-

wandeln

 

 

215

 

 

Aufgabe: dass im inneren Kern nicht Misstrauen direkt hin zum Extremurteil gegen sich selbst ausgelöst wird.

 

diese Grätsche, diese Wunde

wurde immer breiter

 

 

Konzentration bedeutet – auch – Verengung

deswegen bringt sie nicht allzu viel bei

Trauma-Erscheinung

 

 

was da alles zu berücksichtigen ist  .  .

 

 

jemand sehen, mit dem als Fünfzehnjähriger umgegangen wurde

vier Jahrzehnte später

seine aufscheinenden Augen

durchaus viel versprechend

was

sind sie durchgangen?

 

 

spontan-vorlaute 'Figur' aus ihr

ebenso hellsichtig wie vielfach einschränkend

 

 

erschließende Vertiefung

einer Aura

 

 

oder nur eine

«identitätsentfallende Stange» als

Kontakt-Bewusstsein

 

 

Da ist etwas in die Welt geraten, was wir gerne aus ihr entfernen würden, es steht aber nicht in unserer Macht.

-

Ulrich Schödlbauer

 

 

ihre Augen, ihr Gesicht

nach diesen Zärtlichkeiten wie ein

organischer Stern

in

deinem

 

solche Wandlung

im Hinblick auf zuvor

 

 

dass er ein unterstützender, stärkender «Faktor» für sie sei 

und kein «alles noch komplizierender» –

 

 

. . . sie, in diesem «hochkomplizierten Beruf», begnügt sich dort mit einem «einfachsten Freund», aber stetig erreichbar, freundlich, ansprechbar, liebbar

 

 

was Frauen im Mai jetzt in den Blusen zeigen und wie das wirkt, bemerkte er

 

 

«Krone einer Aura», da, wo alles aufgenommen, kanalisiert werde

Verhärtung dieser schlägt als Gewalt nach außen

so erfolgt auf eine Gewalterfahrung eine Ablehnung

 

anstelle ruhig erschließender Identität

Tiefenstellen des Fließens

hektischer bzw. raumloser Wirbel

 

 

was für eine Schwundperson in der Wahrnehmung

ein andrer oft ist ?

 

 

keine Konfliktbehandlung möglich, weil 'hochgradiger Narzisst'

  • alles, was sich selbst betrifft, bedeutungsschwer
  • alles andre im Grunde nichts wert
  • nur seine Meinung zählt oder
  • Kränkung – wieder alles auf sich zieht
  • kaum in der Lage, Zusammenhänge außerhalb sich selbst wahrzunehmen
  • kaum in der Lage, andere zu sehen
  • aber Klagen ohne Ende, in des andern Ohr
  • extreme
  • Selbst-Mitleidigkeit

 

 

. . . bombardierte nur mit Negativ-Fragen, gegenüber diesem Wohlsein, schlauchte nur aus, von sich aus

nichts wirklich Gutes

 

 

216

 

 

das «Erkenne dich selbst»

bei so vielen furchtbar im Argen

 

 

wo

ihre Hormone hinspringen

 

 

in Beziehung sein

nicht mehr in sich fragen «darf ich»  .  . 

mit jemand anderm

 

 

das «soziale Theater» nicht wollend, nur

Intimität

auf vielen Ebenen

 

 

Deutlichkeit des Aussprechens einfachster Dinge, die

«niemand hören will», braucht das offenbar

zur Selbst-Sicherung

 

«Falsche Bewusstseinslichter», bei denen man

im

Schatten verbleibt, mit so viel Besserem

 

 

Geschichte der Automatisierung des Kopfrechnens im Einzelnen

 

 

tatsächlich gewisse Friedfertigkeit zu ALLEM und ALLEN

ist

das Ziel

Begegnungsvoraussetzung

 

 

ALLES

in innerem Vertrauen

eintrifft

 

 

+

 

 

so im Vertrauen gewesen

bei Aufblick in dies Gesicht

wieder in Reizung –

 

 

wie viel Verzicht daraus entstand, nicht

weiter fließen zu können

 

 

nach jenen Ereignissen

v  i  e  r  z  i  g  Jahre

also brauchte ich

um zu vergeben       dahingehend _

 

 

was – im Kontakt – aus dem Vertrauen heraus

in

identitätslose (identitätsverzerrende) Wunde hinein geht

 

ist

in sich

das Schlimme

 

 

Die Liebenden nur

Sind, was sie waren, sie sind

Zu Hauße

-

Friedrich Hölderlin

 

 

so viel ent-wickelt

mit

so viel Liebe

von einem Moment auf den andern sollte es aufhören.

Konzentration

auf dieses Aufhören

 

aufzubringen

 

 

der Verdacht, dass es gar nicht reicht bei Menschen, zu

umfassendem Gutsein

 

 

aufgrund jener Erfahrung

verengte sich regelmäßig der innere Raum

so, dass keiner mehr

da war

unter Menschen. Prinzipiell nicht anders

als eine Gaskammer, die überlebt wurde.

 

 

Das Gebimmel von Neben- und Hampelgedanken, sagte er, fiel endlich weg. Klarheit einer Richtung.

 

 

wenn alle alles vom anderen wissen würden, bräuchte man keine Angst zu haben?

 

 

den Todesschweiß jener Erfahrung ein Leben an sich

 

 

217           

 

 

mag sehr

Traurigkeit

das, was dieser Cellostrich auslöst

 

 

«ihr jüngeres Verstandesmodell  .  .  .»

 

 

Liebesblickspiel

 

 

immer Lust haben

 

 

zu zweit verdeckt intim liegen

während andre im «sozialen Theater»

 

 

es ist der Traum, mit einem Menschen sich immer weiter zu vertiefen

der Traum, mit allem in einem Menschen sich zu verbinden

geht nur, wenn er

ganz respektiert

sein Selbst-Verhältnis geschätzt werden kann

redlich mit sich und Welt umgeht

der Traum, einen Menschen

ganz zu lieben

einer, der da ist

und ebenso zurück liebt

 

 

Trommeln im Kreis

bis

«der Kopf sich ausschaltet»   .  .  .

 

 

aber finde dort nicht, was ich suche     

nur von ihr geht der Stoff aus, den ich zurzeit brauche  .  . 

 

 

hat dich mit so vielen dissonanten Gesichtern aufgenommen

fasst allmählich etwas mehr Vertrauen

drückt weitere Gesichter, Augen durch    

anstatt zu stoppen

 

 

zu sich gekommene Gesichter im Zug

an einem Sommersonntagabend

 

Horde Schüler

entrückt wie Tiere, die

reflexionslos zubeißen, nichts weiter

 

 

sie habe Angst vor dem Urteil

weil damit etwas

Realität werde

 

 

Frau mit Kind im Zug                  mit ihrem Kind zuweilen sprechend

wünscht gute Zugfahrt, als sie aussteigt

was anderes, wenn etwas Identität aufgebaut

ein personales Verhältnis begründet wird

 

 

in

Burnout geraten

(dass

ihre – gute? – Ehe es nicht verhinderte)

sei so anders verlaufen, als sie es sich vorgestellt habe

«Rahmen sei wohl zu viel für sie gewesen»

 

 

dass jene so viel über sie wisse

vergewissern, immer

auf ihrer Seite zu sein

sich nicht trennen lassen

 

 

mehr die Bedürfnisse des andern als die eignen zu fühlen beginnt  .  .

 

 

nur noch

aus Liebe bestehn

 

 

das […] Urteil integrieren

Liebende endlich stärker als  .  . 

 

 

mit einem Menschen glücklich werden  .  .  .  .  .

 

 

so fremd nun die Personen, die

vor anderthalb Jahren

noch so nah waren

 

 

ein so wundervoller Mai-Erdentag  .  .  .

 

 

könne Fehler von sich

bei Tätigkeit im Kollektiv

nicht respektieren, weil dies so

kollektiv wahr würde –

 

 

ihr Gesicht jetzt in so wundervoller Deutlichkeit

im

momentweise besonderen Spätnachmittagslicht

 

 

Körper mit Sommer und Liebe

aufgeladen

 

 

stetige Liebesnähe

überall, wohin du gehst –

 

 

nachts zusammen liegen

was sich an Energien

auch unbewusst verbindet

 

 

ihr

ganz zu vertrauen – noch ein sehr langer Weg

 

 

solcher Verlust, dass

solche Energie die Körperpsyche                   im Alleinsein

allmählich wieder verlässt

 

 

angesichts solcher Intimität

wirkte richtungsweise intime Veranstaltung

nahezu steif, eher formal, Grenze immer «an gleicher Stelle» –

 

 

dieses Anziehungsmysterium von Frau und Mann

 

 

Engelübung ohne Hautberührung

sein schwer gewordener, zitternder Körper

 

 

da sind doch Menschen, sagte sie, in meinem Innern bin ich allein, sagtest du

 

 

Zugabfahrtverzögerung

Personen auf Schienen

im

Nachtdunkel        

 

 

Menschen, in deren Nähe man keine Angst haben muss 

Menschen, in deren Nähe man Angst haben muss 

weil sie

zu schnell urteilen, Enge erzeugen, die

Befangenheit evoziert

inneres Land in grundlegenden Feldern ohne Urteil

ohne Verneinung

 

 

wie aus dem Schlafzimmer dort anwesend gewesen

 

 

 

dass Urteile gegen sich als Person noch Steinfelder sind, über die

die wertvolle Energie hinwegfließt

 

 

 

 

zum Allerschlimmsten gehört: seine Wunden zeigen zu müssen und dort

von Neuem

verurteilt zu werden.

 

 

 

 

so schön, wenn ein Mensch unter seinem Segel gleitet –

 

 

der melancholische Softie, sagte sie, nach dem Leitsatz: Wenn ihr mich nicht beachtet, bringe ich mich um.

 

 

nah ansehen, im Urteil stecken bleiben, stumpf zerschellen

in

Liebesöffnung

 

 

noch abgezirkelt deine Aura, sodass sie

leicht verunglücken kann, an den Zirkelungen;

 

anders im

ganz erschlossenen Aura-Raum

 

 

«Figur» des Ahnders

 

 

 

 

stand dort, unter allen, plötzlich still für sich

alles ermessen in – vollkommener Ruhe

 

 

 

 

Umschlag in Trauer

denken an den Menschen, der hier

fehlt

 

 

218

 

 

ein Wort wie „flotschen“

von der Natürlichkeit, da zu sein

 

 

gute Energie rennt in mir los, sagte er, auf den andern hin

aber auf dem Weg zu ihm

füllt sie sich unfreiwillig mit

bösester Energie

was kann ich tun?

«Selbst-Niederlage» dabei liegt in

Lust- und Gleichgewichtseinbuße

 

im

kontaktverhindernden Ballast, auch im Weiteren

kaum loszuwerden

 

 

energetisch sind die Ereignisse zu

unterspülen, ist frei zu bleiben

 

 

urteilsfreier Raum als Weite

ist

das Entscheidende für

 

Liebe oder Freundschaft

 

gänzlichen

Entwicklungsraum geben

 

 

Es gilt der Reizung zu entgehn.

 

 

Herabsetzung des kontaktverhindernden Reizes

ist

eine Lösung

 

 

aber nur durch Reiz/e

werden Intensität und Leben

gewonnen

 

ein starker Reiz – ob negativ oder positiv empfunden –

ist

eine Setzung, an der sich zu orientieren ist

 

es gibt Reizungen, denen sich zeitlebens kaum ausweichen lässt

ein Leben extrem

einschränken bzw. verändern

 

 

fiesen Spott verzeihen

weil Fehl für alle Beteiligten

gewesen

Abwesenheit des liebenden Blicks

 

 

meine innere Freundin

 

 

Furchtgrenze sich so hochzieht, dass ein Mensch

quasi nicht mehr wahrgenommen wird

 

mach es anders, wie?

 

 

Schreiben nun so: dass jedes Wort alles zu integrieren sucht

auf etwas hin, das

in der Möglichkeit liegt

 

für jeden einatembar

 

 

219

 

 

irgendein abschätziges Urteil aus dem Kollektiv

sei es imaginiert

beeinträchtigt

deine Verbundenheit

zur

Liebesfreundin

 

 

«Schlag weg haben» usf.

energetisches Phänomen

rasch dahingesagt

und wie ist’s bei dem, der’s sagt ?

anstelle von Ursachen und Heilungsprozess

 

wenn auch in einem «Kreis der Öffnung»

entwicklungsverhindernde Urteile

auftauchen

 

 

mal aufzeigen, wie lang der Weg war

 

 

da war es noch möglich

eine Entwicklung zu nehmen

bei so viel

innerem Nackt- und Verletzlich-Sein

ohne Anstrengung

zur

inneren-äußeren Schönheit

 

 

?

 

 

das Zerschellen an «sich selbst»

an

etwas im andern

im

Kontakt

das Nicht-mehr-Durchdringen

das Meiden

meiden

 

 

was weiter zu überwinden wäre, sagte er, ist

in die Wunde reinzubeißen  .  . 

 

im Kontakt sofort aus ihr rausgehn

 

 

aus von Neuem eingeschlagener Wunde herauskommen  .  .  .

bedarf es in der Regel Anstrengung

wie also unangestrengt

herauskommen

im weiten inneren Raum bleiben

 

 

in einer herrlichen Zeit

nach

Wundaktualisierung

jedes Mal

zerschellen

an

gezeigter Liebe für den andern

 

 

nun versuchen, mit den Elementen der Wunde

wie mit Spielzeug umzugehen  .  .

 

 

die Wunde wird vielfach missbraucht

es wird negativ eingewirkt, um

Selbsterhöhung zu verwirklichen

 

 

Beeinträchtigung von Klarheit durch Mulden, Wund-Mulden, in die

Bewusstsein hinein fühlt; dadurch kommt es gelegentlich

zum Schwanken

 

 

die Umarmung des Wassers

 

 

was sitzt da wieder für eine wilde Rose

groboberflächig rauer Fels

sanfte Blume weiche innere Wasser

sprießen durch

– Atmung, als wehte sie dich an, ist nur

sommerlicher Wind

 

 

Mulden einer psychischen Wunde, ich nenne das jetzt Mulde

sind Aufschürfungen, Hineinschürfungen, ist

Aufgerissenes und strahlt  .  .

strahl doch mal Honigsüße und

nicht giftig

 

 

das nie Wissen wies anders geworden wäre

-

Simone Katrin Paul

 

 

erscheint noch einmal mein kindlicher Körper

jenseits

erotischen Verlangens

 

 

das

Gemeine einer psychischen Wunde: sie wird gespiegelt und

 

dadurch intuitiv abgelehnt. Man bräuchte Zusatzkenntnisse, für die sich

aber niemand interessiert, weil sie dem jeweils eignen Leben nicht dienen

Oder einfach Interesse, Menschenliebe würde gebraucht

Kommt in dem Bereich selten vor

 

 

arabische junge Schönheit in der Sonne über «Deutschland»

entspannt

ist kaum ein Ausdruck

 

 

auch das Verletzungsdunkel wird benutzt

um sich  .  .  zu  verpissen

um

nicht ins Leben gehen  .  .  zu  müssen

Aufenthalt haben

[wenn auch] in der

Absolutheit eines Dunkels

 

 

Problematik zuweilen  .  .  in jugendlichen Schlussfolgerungen

 

 

verwahrlostes Gesicht eines Menschen, den du eine Zeit

liebtest

wie wenig Liebe

dieser Mensch erhält

 

 

dort, wo dein Auge im Blick zubeißt, spezifisch rund werden –

 

 

Chaosanteile sind Ressourcen

 

gib alles Chaos ein, im Kontakt, Vielfaltsströmung

 

sei Freiheit

 

 

eine Tätigkeit, sagte er, die mir – noch in Erinnerung – nur die Poren zum Außen verschließt, mich

verfälscht

 

 

ein Mensch, der Wärme

hinterlässt

 

 

kaum jemand, an diesem «Ort des Sich-Einlassens», ließ sich wirklich ein

 

 

es gehe so gut, dass ich eigentlich nur auf den Absturz warten kann, war zu hören

was soll dieses «warten» ?

«den Gedanken schnell wegpacken»

 

 

steife Heiligkeit

 

 

ihre Unsicherheit

sie

so sehr ungeschützt

 

 

aus Haustür gehen

sich ansehen, junge Unbekannte

so, wie sich Menschen hier nicht ins Gesicht sehen

erschließend und Identität erkennen gebend

mit einem wirklich sich

erreichenden Lächeln

 

 

Heimathafen in einem Menschen – jenseits von Wirkung und Ursache

 

weil ich ich bin

und

du du bist