40

 

 

Jedes Mal vor Gruppenerleben „zur Rede gestellt“ wurde

erinnerte an Erfahrung, die ich mit 13 machte.

 

*

 

Die Wunde, das war, verfügbar gemacht werden zu sollen.

 

*

 

Ein wenig Duft bleibt immer

an den Händen derer haften,

die Rosen schenken.

~ Weisheit aus Asien ~

 

*

 

unter Ausschluss von Körper Geist Seele

entscheiden die.

 

 

41

 

 

atmet noch so sehr in mir. Mancher Himmelsbereich der Harmonie  .  .  .  und die Begegnungen mit dir gehören dazu.

 

 

innig weiche lange

Umarmung

 

*

 

Wegfiguren

Öffnungs- oder Schließungsfiguren.

Winke / Zeichen ohne Mehrdeutigkeit:

es war geschlossen und jemand ließ ein.

 

*

 

unter Decke liegen

still   nah

erstmals mit dir.

Fremdheitsfurcht  

 

*

 

als ich wieder in meine Wohnung kam, war es ein wieder anderes Gefühl als das, was sich am Wochenende ereignete: Ich traf ja die Wohnung so an, wie wir sie verlassen hatten, mit dem Massageöl auf dem Tisch, gebrauchten Teetassen und einem „alten Laken“, das noch den Duft des Öls trug.

Diese Wochenenden scheinen immer noch kompakter zu werden –, jedenfalls bleiben sie „verwirrend schön“, aber schaffen auch ein gewaltiges inneres „Gebäude“ von Überlagerungen.

 

*

 

Union zwischen Mutter und Tochter

für

beider Entwicklung.

 

*

 

Körpernischen     voll Zärtlichkeit

ausfüllen 

 

*

 

Nahspielkontakt

 

*

 

Frontalblick               "paralysiert" vor ihr stehen.

 

*

 

wissendes Lachen.

was alles nicht wissend.

 

*

 

weiß nun vieles über dich

still-beobachtend-tief ansah.

 

*

 

in dieser turbulenten Zeit

schrieb sie

kein böses Wort zu dir.

 

*

 

nach Mitternacht Milchkaffee und Tiramisu.     

 

*

 

Geheimnis volle Augensphäre

 

*

 

und all diese Kraftweiber, sagte er, wollen befriedigt sein.

 

*

 

Nähe-Schwierigkeiten

können dort

sehr verstärkt werden

aber auch

sehr verbessert.

 

*

 

Geborgenheit in Armen, die du kennst.

Herbstblätter vereinzelt im Flur.

Morgennebel an Fensterscheiben.

 

*

 

klagt, auch noch für jene dies tun zu sollen.  

 

schneidet das ganze Brot für alle und steht wortlos auf.

 

*

 

überquellend liebend          

 

*   

 

so vertraut  

Gute Nacht wünscht.    

 

 

42

 

 

nach Aussagen von Birgit Mutze, 11.11.2017

 

Ideologie der Trennungen.

 

Tag und Nacht   so vieles mehr     sind keine Alternativen.

 

[ So waren die „Alternativen“ in Nachkriegszeit Bundesrepublik Deutschland vielfach zu fundamental und richtig, um bloß „Alternative“ zu sein ]

 

Adler-Blick        schneidet.

 

Wissenschaftliche Spezialisten = keine Spezialisten in Ganzheitlichkeit.

 

verliebt sich in jemand und weiß nicht warum

hat so einen Ton, Duft, Mutterton, Mutterduft.

 

Musik, die im Leben geboren wurde.

 

hingegen: Musik, die „gerechnet“ wird.

 

Eingeweiden-Rhythmus

 

innerleibliche Stimulierung

 

wenn Musik, Einheit gebrochen wird, wie ein Dolchstoß.

 

Musik beim Tanzen nicht deuten.

 

Emotionen sind keine Engel.

entspringen Haltungen und Überzeugungen.

 

Poesie, organisch und natürlich

vs.

solche, die intellektuelle Emotionen hervorbringt.

 

Musik sollte eine eindeutige Botschaft haben.

 

dissoziierende, schneidende Musik.

 

Begriff der Passivität

passt nicht wirklich ins Leben hinein

weil Leben Resonanz ist.

 

die Emotionen im Intellektualisierten.

 

pathologische Elemente in der Musik

- Stillstand

- Emotionslosigkeit

- repetierend (wiederholend)

- schneidend

 

*

 

nach diesem Tag wie Neugeborenes umsorgt

„alle Bedürfnisse erfüllt“     sich schlafen legen                  

 

*

 

habe sich nicht wohlgefühlt, zwischen ihnen zu gehen.

 

*

 

Tanz der Elastizität

ganzkörperlich

gestreichelt werden        

keine Stelle auslassen.

 

*

 

wie sie frühmorgens da saß und Teeschale hielt.

wenn ich ein Maler wäre, würde ich fragen, ob ich dich malen darf.

 

*

 

Ich entdecke dich

 

*

 

enttäuscht kopfkalt sprechen. 

 

*

 

sich morgens nackt in Dusche begegnen.

 

*

 

Tanz, sich weiter steigern im

bewegenden Ausdruck        

 

 

43 

 

 

Zärtlich liebte ich die süßesten Geliebten,

ohne daß sie es je erfuhren.

(Alda Merini)

 

*

 

Morgengespräch auf Couch

einer auf anderm liegend.

 

*

 

nach Aussagen von Birgit Mutze, 12.11.2017

 

Im Rhythmus fühlt ein Mensch seine Grenze.

 

Rhythmen immer auch auf kosmischer Ebene vorhanden

= ein Wiederverbinden.

 

das Geborenwerden, das    

Explodieren von Sternen.

 

Keine Angst mehr davor zu haben     zu fusionieren.

 

 

Harmonie = ist Vision, sie zu erreichen.

Solange wir leben, können wir sie nicht wirklich erreichen.

 

Nicht nach unten tanzen . ., sondern erreichend-mittig.

 

weich und rund = sinnlich-

erreichend.

 

Elemente Feuer und Luft

auch so was kann sich verändern, erweitern.

 

starkes Bewusstsein von der eigenen Identität     im Tanz.

 

„kontrollieren“ – ggf. eine Qualität.

 

Tanz als Fach in der Schule.

 

wird leider zu viel in die Kiste von Autorität gewertet.

 

es braucht Disziplin – eine ganz wichtige Qualität.

 

Musik vereint uns als Menschen.

 

*

 

schlaflos im Bett liegen       hell-hörig

 

*

 

Verneinung – Vereinung.

 

*

 

Hand in Hand Raum betreten, so freudig sich zusammensetzen.   

 

*

 

Gesichter jetzt nur als

Grade einer Wunde betrachten.

 

*

 

„nicht mitspielen zu können

tat weher als der Schmerz im Bein.“

 

*

 

hell erleuchtetes Haar

 

*

 

bei Auslösung nicht Verletzungs-fixiert reagieren

sondern frei durchstoßend

 

Nicht-Beschäftigung damit ist, nach allem Durchgang,

eine Lösung  .  .  .  .  .  

 

*

 

nahe Zuwendungsberührung mit ihr und

warst harmonisiert.

 

*

 

„ich kann töten“, sagte er, Kälte auf dem Grund eines warmen Gesichts.

 

*

 

„noch mehr in seine Zellen aufnehmen.“

 

*

 

hören, ohne gehört zu haben.

 

*

 

wenn ich eine Minimalbasis habe, kann ich auch entgegenkommen.

 

 

44

 

 

Montagmorgen. Nehme ganz anders wahr

(ohne Hund) am Fenster ihrer Wohnung

die Blätter, auf die ich sehe, entfalten sich

habe wieder freie Wahrnehmungszwischenräume

 

*

 

Erinnerung an berechtigten Ausbruch.

wie das damals – schon von Jugendlichen – sanktioniert wurde.

 

*

 

Schönheit und Harmonie in bitterstes, abschüssiges Blut

verwandelt wird.

 

*

 

scharfe Entschlossenheit in ihrem Auge

und eine Träne

 

kann, wie jeder, dich nicht entschlüsseln

aber deine Zustände gut lesen

 

*

 

Künstler-Ausstellungs-Haus, schönes Toll-Haus.

 

wie nüchtern und enttäuscht sie unter ihrem Lächeln sein kann.

 

 

45

 

 

Aura-Grenzen in Gegenwart dir unbekannter Menschen.

 

*

 

„zu viel“ gefragt, weil Antworten jemand gelten würden, der sich dadurch

mehr als verträglich im Innern ausweitete.

 

*

 

das bereiten, worauf sich andere dann zubewegen.

 

*

 

unterhalb meiner Lebendigkeit ist der Tod.

und so kommt es, sagte er, dass es sich oft nicht regt.

 

*

 

so wenig Vorsicht      

so wenig liebende Umsicht

in diesem Begegnungsgrenzgebiet.

 

*

 

wie sehr grenze ich Lebewesen aus, die

nicht in mein „System“ passen ?

 

*

 

„nachtragend“ bin ich ? –

andres Wort, das es weit genauer fasst, wär nötig.          

 

*

 

innere Harmonieversuche    

ganz einstellen

durchziehen       –

 

*

 

durchaus aktiv : Schweigen.

 

*

 

heißt das Taktieren, heißt das Interessenschieberei, heißt das Unehrlichkeit?

 

*

 

ein warmer Nachmittag meines Seins.

 

*

 

in „Tanja“ bereits ein „ja“ –

 

*

 

Lupe

 

Ich sehe dich manchmal unter der inneren Lupe. Die „Lupe“ ist im Allgemeinen wahrlich nicht nur positiv besetzt. „Etwas unter die Lupe nehmen“, wie landläufig gesagt wird, das klingt nicht unbedrohlich. Wenn ich mich dir nähere, z. B. allen Körperteilen, fährt nicht selten die innere Lupe aus. Sie hat dir nie geschadet. Sie kam nie ganz von außen, obgleich jeder Mensch auch über „Außensicht“ verfügt. Sie kam vielmehr von tief innen. Dich genau anzusehen, und auch, mich anzufreunden mit dem, was nicht gleich aufgenommen werden konnte, und genau anzusehen, bei dem ich gleich an das Wunder Leben dachte, letztlich alles anzusehen, hat zur komplexen, vielschichtigen Liebe beigetragen.

 

*

 

etwas nicht bewerten?

Tore öffnen für was?

 

*

 

die Gier ist gerade verunglückt.

 

*

 

Erster Traum: ein Hund war lückenlos da. Es ging sehr lange, dass ich mich innerlich und allein dagegen wehrte, ohne jeden Erfolg. Am Ende des Traums erschienst du, wir gaben uns einen kurzen Begrüßungskuss. Dein Gesicht war aufgeschwemmt, Einzelheiten darin schienen zu einer glatten 'Maske' übergegangen. Als sei deine Identität für mich weitgehend gelöscht worden.

Zweiter Traum: Es hatte sich etwas angebahnt zwischen mir und einer unbekannten Frau. Sie lud mich nach einem langen Spaziergang in ihre Wohnung ein. Dort war ein kleiner Hund. Ich beendete sofort den Kontakt und ging augenblicklich.

Beim Aufwachen war ich erschrocken, dass ich auf Anhieb bereit war, und zwar ohne Option, auf einen ganzen Menschen mit möglichen gemeinsamen Potenzialen zu verzichten.

Dritter Traum: Ich ging Richtung Stadt. Wenn ich einen Schritt machte, machte ein Hund neben mir drei. Ich wollte diesen Rhythmus nicht, denn ich verlor mich dabei selbst, aber ich wurde ihn nicht mehr los. Er hörte einfach nicht mehr auf. Dann riss die „Szene“, und ich lag irgendwo am Boden, im Gras. Ich war so erschöpft, dass ich nicht mehr aufstehen konnte. Ich konnte mich einfach nicht mehr regen. Da kam von hinten ein Hund, der mir den Nacken ausleckte. Ich mochte den Geruch nicht, die Substanz des Speichels nicht, ich schloss nur noch die Augen und ließ es über mich ergehen.

 

 

Alpträume.

 

Es sind – auch – „Übermachts-Träume“, etwas, das Übermacht bekommt, wogegen ich mich nicht mehr wehren kann.

 

 

46

 

 

Hödölikuminst

 

*

 

Herausforderung in einer Beziehung besteht darin, nicht zu emigrieren.

 

„Auswanderung oder Emigration (von lateinisch ex, e ‚hinaus' und migrare ‚wandern') ist das Verlassen eines Heimatlandes auf Dauer. Emigranten oder Auswanderer verlassen ihre Heimat entweder freiwillig oder gezwungenermaßen.“

 

*

 

begann, in dieser Beziehung zu emigrieren.

 

 

47

 

 

ein Einsehen haben mit allem, was noch zu sagen wäre.

 

eh zerfleddert in kaum spürbarer Resonanz.

 

*

 

Erotik = Explosion von Überschreitung.

 

*

 

würde es sehr begrüßen, wenn keine Hunde mehr im Stadtverkehr zugelassen würden.

 

*

 

in so einer bequemen Situation wie auf dem Sofa mit dir zu liegen und zu sprechen.

 

*

 

mich macht die dauerhafte Anwesenheit eines Hundes krank.

 

*

 

inzwischen reicht Assoziation dazu aus, um „Zustände“ zu bekommen.

 

*

 

eigentlich eine ungeheuerliche Situation: mit einem Tier, einem solchen Tier

 

zusammen zu wohnen.

 

*

 

dadurch

nicht mehr so verschmelzen können.

 

*

 

Anrede „Frau“   „Herr“     nicht respektieren

 

*

 

Ein „persönlicher Angriff“, so halte ich einmal fest, ist ein letztes Mittel gegen Ignoranz.

 

Dort nicht Stellung zu beziehen, wo andre Nachteile haben („Heizkosten“) und ein gewisses Unrecht geschieht, und wo bloß allgemein, sich entziehend auf einen „Rahmen gesetzlicher Vorgaben“ verwiesen wird – mit "Leuten solcher Art" [die mir bereits vor drei, vier Jahrzehnten wie Erbrochenes hochkamen] ist nichts zu holen, nichts – im Sinne von Redlichkeit – zu entwickeln. Sie repräsentieren genau das, was ich weitgehend von einer Eigentümerversammlung immer schon gehalten habe, ohne ein einziges Mal dagewesen zu sein  .  .  .  .  .  einfach zu schwerfällig, zu konservativ, zu „unterbelichtet“, zu unaufrichtig und dummdreist. Art und Aktivität von Herrn M begrüße ich ausdrücklich – unabhängig davon, was er von mir hält –, bin aber recht sicher, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis auch er aus dem Feld geschlagen sein wird, wie die meisten Erneuerer oder Menschen, die „irgendetwas zu sagen und aufzudecken haben“. Ich werde keine Mails von besagten Personen mehr lesen, denn es gibt Wichtigeres als Geldfragen: Lebenszeit und ihre Qualität. Ich habe kein Interesse daran, einen „Lall“ zu hören wie „bei den Fakten zu bleiben“, dahingeredet von jemand, der sich wirklich brisanten Fakten nicht stellt und nie stellen wird.

 

 

48

 

 

für richtig Schimpfen braucht man viel Unabhängigkeit.

 

*

 

[...] Bei einer solchen nur scheinbar gediegenen Schreibe, die realiter völlig unaufschließend und porös, voller Lücken ist, liegt der Eindruck nahe, dass schon dadurch „Déjà-vu-Erlebnisse“, die Sie beklagten, in hohem Maße selbst mitproduziert wurden.

 

*

 

für sich singen, für sich selbst unbekannte Sprache

 

*

 

endlich radikale Position fundiert.

 

aber was macht jemand wie er draus?

Die entscheidend verzerrte Position.

 

*

 

.  .  Zwangs-Bildungen durchstoßen, loswerden, unter Menschen

 

*

 

mit viel Wasser und Sog

 

*

 

Gute-Nacht-Küsse

einer unbekannt

Morgenküsse

 

*

 

so schlecht ich auch aussehe, absacke, „ich habe eine innere Basis, ich kann mich gar nicht verlieren“.

 

stimmt das?

 

*

 

Weg-Zweigstellen – in x-facher Verstärkung wahrgenommen.

 

*

 

mit so innenfernem Auge.

 

*

 

Als ich als Kind unbefangen sah

solches bereits heillos vergiftet war.

 

*

 

Meide alle meide alles

meide was sich unvermeidlich

zwischen dich und deine Wahl drängt

wähle statt zu schätzen: wähle

(Ulrich Schödlbauer, Unbedingt)

 

*

 

was für ein anregender Kontakt

sie sei im Grunde heimatlos.

 

*

 

jeder Tag ist ein Jahr  .  .

 

 

49

 

 

Gedankenschwäche.

 

*

 

jemand mit totalem Freilauf, immer präziser werdend, tendiert zur Unmenschlichkeit.

 

mit Widerständen, psychischen Breiten, kam Gegenteil.

 

*

 

in der Firma so schlecht ausgesehen. Bedeutet fürs Nachhinein, dass die Personen in ihr an öffentlichen Stellen jederzeit begegnen, so schlechten Zustand wieder hervorbringen können.

 

*

 

keinen Trost erhalten, als ich Schmerz zeigte.

 

nur Differenzierungen, die vielem zuspielten, nur nicht mir.

 

*

 

Wert von begründeten Vor-Urteilen, Schutz-Schemata.