26. Dezember

 

Es gehörte

zur Liebe, dich gesund mit durch die Zeit zu bringen.

Warum? Weil ich so bin.

 

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in tiefstem inneren Grund so durchlässig und wach und weit

 

Sorgte sich noch so (so erregt, mit absolutem Sinn, es richtig zu machen). Nun ist er tot.

 

Übermut der Dummen.

Macht-Angriffs-Spiele, die auch gleich schiefgingen.

 

Mensch seinen Zauber verliert, durch

demonstrative Verachtung.

 

So gute Werte, sicher eingeübt, damit sie dann unter diesen Wirtschaftsstrukturen ausgebeutet werden.

 

Wie gesagt, man kann nicht anders als kontaminieren. Mit jeder Wahrnehmung. Es ist nur eine Frage des Grades.

 

GANZ begreiflich wurde, Menschen ins Vernichtungslager zu schmeißen. Ungerechtigkeit und Enttäuschung per se.

Es auch zu tun, bleibt ein Rätsel der Idiotie. Bzw. eine „Stufe“, für die ein Wort wie geistesgestört im Wortsinn wohl gerechtfertigt.

 

so unfassbar jung und anziehend.

 

Wenn Sympathie, Neu-Gier im Kontakt plötzlich in Funken Restlosigkeit umschlägt. Restlosigkeit – zu viel ist sich dabei nicht zu denken –, die ganz ineinander will.

Ein Begehren, ein Fluss, in dem für den andern kein Weg zu viel war.

 

auf dass du wieder Vertrauen schöpfst

(Gioconda Belli)

 

Erinnerung daran, eine Wunde gemeinsam zu waschen.

 

Als im Kontakt etwas extrem misslang: Ich hätte nochmal hingehen sollen, um es nochmals zu versuchen, zu zeigen, wer ich bin. Aber wer war ich?

 

Und dann die Situation, in der – egal was noch geschehen wäre – kein Glaube mehr greifen konnte.

Es blieb etwas tot. Wenn es das nur wäre. Es blieb etwas im energetischen Ungemach.

 

Mihri auf mich zugeeilt kommt; sich, nach diesen Misslingungen, stellt; das kleine Mädchen in ihr, aufsteht.

 

Erinnerung an ein Gespräch, das sich von Tisch zu Tisch im Restaurant einst ergeben hatte. Ein Fremder, eine Fremde plötzlich mit Vertrautheits-An-Klängen.

 

Die Töne, die ein Mensch

von sich

geben kann.

Sie zeigen, dass und wie er

gerade lebt.

 

Nicht riechen werde ich

den schweren Duft, mit dem die Erde

das Wasser erahnt

wie eine Frau

feucht

vor der Liebe.

(Gioconda Belli)

 

... hatte mich für ein paar Momente ein bisschen glücklich gemacht.

 

 

II

 

 

schreitet so voll entwickelt in Sinnlichkeitsräumen

entgegen. Blitzt genickbrüchig durch. Bei so viel Austauschverlangen.

Warum so viel energetischer Unter-Grund, der

nicht erreicht?

Um nicht Unerträglichkeitsfeld

zu zweit entstehen zu lassen.

 

Als erwachte ich als Siebenjähriger plötzlich in das Bewusstsein mit Vater.

 

Einmal gingen wir zusammen auf die Toilette eines Restaurants. Im Spiegel guckte ich, ob ich schon größer sei als er.

 

Diese unbedingte Motivation, beider Eltern, Gutes zu wollen –

 

... hat offenbar gar keinen dynamisierten Faden als s/ein Leben. Fällt daher so profan ab. Hab immer diesen (Schreib-) „Motor“. Jenseits des Profanen.

 

Allgemein lautet die Klage,
dass zuviel geklagt wird.
Nur die Klage schweigt.

(Ulrich Siebgeber)

 

Auf die entscheidenden Aspekte gibt sie keine Antworten.

Und kämpfen um die Beziehung tut sie auch nicht.

Sondern betont eher erneut den Vorbehalt.

 

Eintritt. Die Lieblichkeit ihrer Wohnung (in ihrer Abwesenheit), in der wir zusammen lebten.

Es bricht das Herz, nicht ganz, aber es bricht.

 

Das von ihr nicht ausgepackte, ihr nicht gegebene Weihnachtsgeschenk.

 

Auch Geschenke, die für mich da stehen.

 

Ich glaube nicht mehr.

 

Ewigkeiten hab ich an ihrem Schreibtisch gesessen.